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- adato 2|10 - Bauen für den Sport
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- Concours d'architecture d'un bâtiment administratif au Kirchberg
KCAP et ARLETTE SCHNEIDERS ARCHITECTES gagnent un concours d’architectes à Luxembourg
ARLETTE SCHNEIDERS ARCHITECTES, en coopération avec KCAP, a gagné le concours d’architectes pour un bâtiment administratif à Luxembourg-ville. Déjà en 2009, le jury du concours avait choisi le lauréat. Récemment, le Fonds de Compensation a officiellement informé le groupe KCAP-ARLETTE SCHNEIDERS ARCHITECTES de sa décision de lui confier la mission pour la réalisation du bâtiment en collaboration avec les bureaux d’études Ecofys, SIT-LUX et Lux C.E.C..
Le futur bâtiment jouira d’une excellente situation au sein du principal quartier des Institutions Européennes situé au Kirchberg sur le territoire de la ville de Luxembourg. Les 22.300m2 bruts hors-sol seront distribués sur 4 bâtiments. Les volumes de ces 4 bâtiments, d’un langage architectural très clair, s’implantent le long des fronts de rue, afin de renforcer le caractère urbain de cet ensemble, comme demandé par le plan d’aménagement de ce quartier.
« Les éléments clé de notre projet sont l’intégration urbaine de l’ensemble et la conception individuelle des différents bâtiments. Ceci nous permet de créer un bloc qui est dense, tout en étant perméable et de réaliser des espaces extérieurs introvertis et d’une grande qualité, lesquels constituent le prolongement à l’intérieur de l’îlot des espaces publics extérieurs», dit Kees Christiaanse, fondateur et associé de KCAP.
Arlette Schneiders continue : « Avec ce concept, nous avons réussi à garder une échelle humaine pour cet ensemble au cœur même du Quartier Européen, et notre projet permet de réaliser la liaison des principaux cheminements piétons dans ce quartier, ainsi les piétons, les cyclistes, les habitants et les employés seront motivés à parcourir cette partie de la ville. »
Chacune des 4 entités est bien distincte d’un point de vue volumétrique, mais présente une expression architecturale similaire. Les matériaux sont les mêmes pour les 4 bâtiments, cependant le rythme des ouvertures des fenêtres et la largeur de celles-ci varient en fonction des orientations. Les volumes en porte-à-faux marquent les entrées des bâtiments. Au niveau du rez-de-chaussée, situé au-dessus d’un parking souterrain, sont prévus des fonctions favorables à créer de la vie dans les espaces publics : des salles de conférence, un restaurant….. Les 4 ou 5 étages supérieurs hébergeront des surfaces de bureau d’environ 1.000m2 par plateau.
Note de l’éditeur
KCAP Architects&Planners, www.kcap.eu
KCAP Architects&Planners est une société international spécialisée dans l’architecture et l’urbanisme. KCAP a des bureaux à Rotterdam (NL) et à Zürich (CH)
KCAP est géré par 4 partenaires : Han van den Born, Kees Christiaanse, Ruurd Gietema et Irma van Oort, et deux directeurs: Markus Appenzeller and Ute Schneider.
Depuis la création en 1989 par Kees Christiaanse, KCAP est devenu un des plus importants bureau d’architecture et d’urbanisme en Europe et en Asie.
ARLETTE SCHNEIDERS ARCHITECTES, www.arlette-schneiders.lu
ARLETTE SCHNEIDERS ARCHITECTES est un bureau d’architecture bien connu à Luxembourg. Depuis sa création en 1989, par Arlette Schneiders, le bureau a réalisé beaucoup de bâtiments dans des secteurs différents. Le bureau a gagné plusieurs concours internationaux d’architecture pour des bâtiments de bureaux et a réalisé ces bâtiments. Arlette Schneiders a également reçu le prix luxembourgeois de l’architecture pour la rénovation d’un îlot urbain dans la vieille ville de Luxembourg.
Depuis 2008, le bureau compte deux partenaires : Arlette Schneiders et Philippe Lavis.
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- n-lab
frédéric nosbusch
Startbedingungen:
Ist das Büro neu gegründet worden oder war es eine Übernahme? Welche Gesellschaftsform wurde gewählt?
Frédéric Nosbusch, 1978 in Hannover geboren, studierte an der Ecole Spéciale d’Architecture in Paris (Diplom in 2003), an der University of Wisconsin in Milwaukee und am Southern California Institute of Architecture in Los Angeles und gründete n-lab Architekten im November 2004 als s.à r.l. unipersonnelle. Heute zählt das Büro, mit einem Durchschnittsalter von 27.3 Jahren, 5 Architekten und eine Praktikantin.
Wer gab Hilfestellung (Kammern, Verbände)?
Es wurde über die administrativen Wege nur der ‚übliche’ Papierkram angefragt und erledigt. Die wahre – juristische und logistische – Hilfe kam über den Freundeskreis.
Liegt das Büro im ländlichen oder städtischen Raum (Vor-/Nachteile)?
Das Büro ist in Luxemburg-Stadt im Bahnhofsviertel ansässig. Für n-lab liegt die Attraktivität in der Aktivität des Viertels und der Nähe zur Infrastruktur.
Welche Probleme gab es bei der Gründung und wie sah die Lösung aus (Ziele, Träume, Chancen)?
Die Selbständigkeit birgt viele Probleme und Ängste. Dieses Neuland ist ein generelles Unwissen. Die ‚mit-dem Kopf durch die Wand’-Attitüde birgt aber gleichzeitig die Chance sich und seine Limits zu (er)kennen. Wird man den eigenen Ansprüchen überhaupt gerecht? Der Traum des eigenen Büros ist ein Streben nach Befriedigung und Anerkennung, ein Schrei nach ideologischem Ausdruck.
Arbeitshaltung:
Wie würden Sie Ihren architektonische Anspruch definieren? Was hat bei Ihnen Priorität - Bauaufgabe/Wettbewerbe/Projekte?
Die Anmassung des ‚Besserkönnens’ treibt einen in die Selbständigkeit. Ob dabei die Balance der Ansprüche von Architekt und Bauherr getroffen, gefunden und umgesetzt wird oder werden kann steht im Raum. Für n-lab steht fest, dass die gesetzten, hohen Ansprüche zum Lernprozess dazugehören. Deshalb ist es für n-lab wichtig Projekte auch umzusetzen und sie nicht nach dem Reissbrett abzutreten.
Wie nutzen sie die neuen Medien?
Der Nutzen der Beschleunigung der Information im Bezug auf unser Arbeit ist unbestritten. Im Bezug auf uns selbst sind die neuen Medien die alten Medien, unsere Sinne. Die Mund-zu-Mund-Propaganda, das ‚von uns hören und/oder sehen’ bringt n-lab weiter. n-lab zeigt sich zwar auch im Netz, baut aber auf keinen Fall sich selbst und anderen eine zweite falsche Identität auf. Sich selbst und anderen keine (falschen) Illusionen zu machen ist auch eine Lehre der schnellen Selbständigkeit.
Arbeitsfelder:
Welche Aufgabenfelder übernimmt Ihr Büro (Leistungsphasen)? Können Sie sich neue Aufgabenfelder vorstellen?
Alle Phasen eines Projektes sind wichtig und tragen zum Erfolg/zur Zufriedenheit bei. Natürlich bleibt n-lab offen für neues ‚terrain’.
Welche Aufgaben geben Sie ab (Fachingenieure)?
Bis zum jetzigen Zeitpunkt war der Statiker unser häufigster Partner. Es ist aber offensichtlich, dass in naher Zukunft die Energieberatung eine gleichwertige Position in der Planung einnehmen wird. Darüber hinaus kann es in jeder Phase eines Projektes den Bedarf eines Spezialisten geben.
Akquise:
Wie beschaffen Sie Ihre Aufträge?
Anfänglich kam die Bauherrenschaft aus dem Familien- und Freundeskreis. In der aktuelle Situation sprechen unsere Projekte für sich und (potenzielle) Bauherren treten direkt an uns heran.
Welche Schwierigkeiten haben Sie dabei als junges Architekturbüro (Vorurteile anderer)?
Ob neu im Berufsleben oder alteingesessen, in jeder Phase einer Bürogeschichte wird es Vorbehalte und Vorurteile geben. In jedem Fall gilt es zwei elementare Punkte umzusetzen: das Vertrauen des Bauherrn gewinnen und die eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Tipps:
Welche Empfehlung können Sie Architekturstudenten bzw. Absolventen geben?
Wir können nur raten sich nicht im Studium schon in eine Form pressen zu lassen und mit offenen Augen durch die Weltgeschichte zu reisen. Die praktischen Erfahrungen sollten dabei auf keinen Fall vernachlässigt/vergessen werden.
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- Transurbanismus – Städtebau im Globalen Zeitalter am Beispiel von Luxemburg oder « Ceci n’est pas … un paradis fiscal » 1
Panajota Panotopoulou
Ceci n’est pas … - Dies ist kein …
Im Zeitalter der Globalisierung befindet sich die Stadt in einem immerwährenden Transformationsprozess, formiert kontinuierlich neue Systeme und Netzwerke, die sich überlappen und verflechten. Das Bild einer eindeutig lokalisierbaren, homogenen städtischen Einheit hat sich aufgelöst, weit vom modernistischen Stadtmodell entfernt, hin zu einem „urbanen Feld“, einer „Kollektion von Aktivitäten“, Flüssen, Netzwerken, statt materiellen, programmatisch voneinander getrennten Strukturen. 2
„Transurbanismus ist (…) Urbanismus plus Transformation. Transformation ist die Multiplikation von Information. Transurbanismus ist die Theorie der Transition der Städte [im Globalen Zeitalter], (…).“ 3
Luxemburg steht paradigmatisch für eine europäische Stadt, die durch die Effekte der Globalisierung und Internationalisierung ein hohes Maß an transurbanen Beziehungen eingeht, immer wieder neue internationale Netzwerke zu initiieren versucht und dem somit auch ähnlich wie den Stadtzentren der „Global Cities“ (Saskia Sassen) ein beachtlicher Wachstumsboom bevorsteht. Luxemburg bietet durch seine bedeutende Rolle in der globalen Finanzindustrie sowie durch die Präsenz der E.U.-Institutionen, die diesen kleinen Staat als einen strategisch wichtigen, transnationalen Ort in Europa definieren und nicht zuletzt wegen seiner Größe und Konstitution, ein breites Feld für die Erforschung der „Produktion des Raums“ (Henri Lefebvre) in der gegenwärtigen Epoche. 4
Merkwürdige Polaritäten kristallisieren sich jedoch beim näheren Betrachten von Luxemburg heraus:
Zum Einen ist das Großherzogtum renommiert für seine Weltoffenheit, vertritt den Ruf multinational, multilingual und vorbildlich für die Idee eines geeinten Europas auf sozio-kultureller Ebene zu sein, zum anderen präsentiert sich jedem, der nach Luxemburg kommt, ein kleines Land, das ein introvertiertes Dasein führt. Aus einer phänomenologischen Perspektive betrachtet, ist Luxemburg einerseits weit über die Europäische Union hinaus ein global operierendes, wichtiges Finanz-Zentrum, das einen Lebensstil fördert, der stark an der „Logik des Parasitischen“ 5 anlehnt, andererseits bietet eine gewisse Introvertiertheit, die sich besonders in der neueren Architektur widerspiegelt eines der Hauptmerkmale dieses Landes.
Ceci n’est pas … un paradis fiscal – Dies ist kein … Steuerparadies
Die Krise der Stahlindustrie in den 70er Jahren veranlaßte die Behörden zu einer verstärkten Diversifikationspolitik, die durch eine flexible Gesetzgebung und begünstigte steuerliche Rahmenbedingungen zur Ansiedlung vieler internationaler Firmen anderer Industriezweige und Branchen sowie Maschinen- und Fahrzeugbau (Delphi), Autoreifen (Goodyear), Chemie, Kunststoffe und Kunstfasern, sowie Dienstleistungsfirmen wie SES-ASTRA (Société Européenne des Satellites) (im kleinen Ort Betzdorf, das 189 Einwohner zählt), RTL, Amazon Services Europe, AOL, Paypal, eBay, Apple, Microsoft (etc.) führte.
Das Wachstum des Finanzsektors hat dabei den Einbruch der Stahlindustrie kompensiert und ist zum treibenden Motor des Wirtschaftswachstums und somit des Wohlstands in Luxemburg geworden.
Zu Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise, deren Wirkungen immer noch deutlich zu spüren sind, sprach sich Luxemburgs Ministerpräsident und Chef der Euro-Gruppe Jean-Claude Juncker gegen die Schaffung einer EU-Finanzaufsicht aus, befürwortete aber eine innereuropäische Überwachung von der in der EU arbeitenden Rating-Agenturen. (...) Transparenz und Verantwortung sollen wieder stärkeren Einfluß auf die globalen Finanzmärkte haben. Dabei betonte Juncker, der Finanzplatz Luxemburg erfülle bereits heute die strengsten Finanzvorschriften. (...) 6
Bei einem gemeinsamen Interview mit dem deutschen Außenminister Steinmeier für eine deutsche Zeitung am 18.11.2008 nutzte Jean-Claude Juncker die Gelegenheit eines klarzustellen: Er sei keineswegs Regierungschef eines Steuerparadieses. Zitat: „Luxemburg hält sich seit vielen Jahren an die Regeln für Finanzgeschäfte, wie sie in der gesamten EU gelten. Zum Beispiel überweisen wir auf deutsche Vermögen anfallende Quellensteuer treu und brav nach Deutschland ...“. 7
154 in- und ausländische Banken haben heutzutage ihre Niederlassung in Luxemburg. Der Finanzsektor steuert fast 30 Prozent zum Bruttoinlandprodukt bei und verzeichnet eines der größten Pro-Kopf-Einkommen weltweit.
Neben der Expansion des „Private Banking“, steuert auch das Wachstum der Fonds- und Investmentbranche, die nach den Vereinigten Staaten, auf Platz zwei der Weltrangliste rangiert, sowie der Versicherungsbranche zur Führungsposition Luxemburgs als europäisches Zentrum für alle Aktivitäten im Zusammenhang mit privaten Kapitalanlagen bei. Trotz Identitätsmerkmale wie dieser, bestreitet Luxemburg vehement und mit plausiblen Argumenten, eine so genannte Steueroase zu sein.
Ceci n’est pas un paradis fiscal! Hier ist nichts wie es zu sein scheint. Ist dies also nur mehr der lange überholte Ruf, der Luxemburg weiterhin anhaftet? Oder eine inszenierte Täuschung, ein Paradoxon ganz nach der Auffassung Magrittes das Bild einer Wirklichkeit, die so nicht (mehr) ist?
Ceci n’est pas… - Dies ist keine … klassisch historische Architektur
Die Stadt ist, bedingt durch die Intensivierung der globalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen, geprägt von einem enormen Wachstumsboom. Kulturelle, multi-ethnische Landschaften wachsen und formieren sich in der Stadt und münden über die Stadt- und über die Staatsgrenzen hinaus in globale kulturelle Netzwerke.
Im neuen Banken- und Verwaltungs-Viertel auf dem „Plateau de Kirchberg“ wird ein Bürogebäude nach dem anderen aufgezogen, um noch mehr Raum für die global operierende Finanzindustrie und die Verwaltung der Europäischen Union zu schaffen. Ein dichtes Straßennetz, das kontinuierlich erweitert und verdichtet wird, um den wachsenden Pendlerverkehr weiterhin absorbieren zu können, schafft Verbindungen über die einstigen Staatsgrenzen hinaus, zerschneidet allerdings das neue Stadtviertel und fördert einen Urbanismus, der Nutzungsmischung und Programm-Vielfalt sowie die soziale Dimension untergräbt und die Menschen völlig abhängig vom Auto werden lässt. Die Ästhetik dieser Architekturen, die die Handschrift eines Bofill oder eines Perrault tragen, verfehlt die Wirkung Prestige trächtiger Solitaires, die die Macht und Unnahbarkeit der Spitzeninstitutionen demonstrieren, keinesfalls.
Als Antithese zu den modernistischen Bürogebäuden, ist am Rande der Luxemburger Altstadt am Plateau St. Esprit von den Architekten Rob Krier und Christoph Kohl die „Cité Judiciaire“ in einer neotraditionalistischen Formensprache konzipiert und im Oktober 2008 fertig gestellt worden, ein Projekt, das über die nationalstaatlichen Grenzen hinaus als „Manifest der klassischen europäischen Stadtbaukunst“ 8 gepriesen wird.
Phänomenologisch betrachtet funktioniert jedoch weder der modernistische noch der neotraditionalistische Ansatz, denn beide Entwurfsstrategien gründen auf Prinzipien und soziale wie geistige Gegebenheiten, die sich im Globalen Zeitalter ebenso gewandelt haben, wie die technischen und materiellen Möglichkeiten.
Stattdessen entstehen gebaute „Environnements“, die fast ausnahmslos mit dem Titel „Ceci n’est pas…“ versehen werden können, eine gebaute Realität die als Paradoxon zu den Charakteristika Luxemburgs im Globalen Zeitalter, diese zu tarnen, zu camouflieren versucht.
„(…) Städtebau ist ein soziales Ordnungsprinzip par excellence, ist Urausdruck der materiellen und geistigen Gegebenheiten einer Epoche“.9
Nach wie vor wird jedoch ein Stadtbild entworfen, dessen Ursprung und formales wie programmatisches Sprachspiel entweder im Zeitalter der Moderne liegt, sich auf Leitlinien beruft, die einst zur Beseitigung des Chaos aus den Städten des 19. und 20. Jahrhunderts dienten, oder durch die Nachahmung klassisch historischer Formen zu täuschen, zu verführen, sich nostalgisch an einen Traditionalismus fest zu klammern versucht, der die Realität der Gesellschaft einer neuen Weltordnung vollkommen verkennt oder zu verbergen versucht.
Sollte man im Zeitalter der Globalisierung nicht über neue, überarbeitete Paradigmen in der Architektur und im Städtebau nachdenken, die die kulturelle Vielschichtigkeit, die Flüsse und Netzwerke, die diese Epoche kennzeichnen, integrieren und zum Ausdruck bringen? Drängt sich nicht gerade jetzt der Zeitpunkt und die Notwendigkeit auf, mutigere Überlegungen in der Planung an zu stellen, für ein intelligentes Wachstum und eine zeitgemäße Erneuerung der Stadt? Wie könnten urbane Strategien im Globalen Zeitalter und für eine „Weltgesellschaft“ aussehen?
1 Anlehnung auch an das berühmte Bild René Magrittes aus dem Jahre 1928/29 „La trahison des images“ (Der Verrat der Bilder); eine realistische Abbildung eines Gegenstandes ist demnach noch lange nicht der Gegenstand selbst.
2 Arjen Mulder, Transurbanism - Joke Brouwer und Arjen Mulder, NAI Publishers, Rotterdam 2003, S. 6
3 Eigene Übersetzung des Zitats von Arjen Mulder, Transurbanism - Joke Brouwer und Arjen Mulder, NAI Publishers, Rotterdam 2003, S. 7-8:
4 Kontextualisierung: Bis zum Jahr 2020 soll die Stadt Luxemburg von derzeit (laut STATEC) etwa 78.000 Einwohner auf bis zu 105.000 (bei 2,1 Personen pro Haushalt, 13000 Wohneinheiten) Einwohner und damit um 35% anwachsen, will man die nationale Zielvorstellung des IVL (Integriertes Verkehrs- und Landesentwicklungskonzept) gemäß des Einwohnerszenarios erfüllen.
Alternativ dazu könnte das prognostizierte Pendlerszenario des IVL immerhin noch zu einem Wachstum der Wohnbevölkerung von mindestens 20% und damit zu einem Anstieg auf 94.000 (7600 Wohneinheiten) Einwohner in der Stadt Luxemburg führen.
5 Eigene Übersetzung aus dem Englischen des Ausdrucks: „Trans-national Parasites“ Beitrag von Carole Schmit über die BENELUX-Staaten - Multiplicity, Stefano Boeri – Uncertain States of Europe, S. 130
6 Luxemburger Wort, 08.11.08
7 Wort.lu, 18.11.2008
8 Dankwart Guratzsch, WELT ONLINE, 23. Oktober 2008
9 Le Corbusier, Grundfragen des Städtebaus, Gerd Hatje Verlag Stuttgart, 1945 - Originalausgabe „Propos d’urbanisme“, S. 13
Panajota Panotopoulou, geboren 1980 in Luxemburg, lebt und arbeitet in Luxemburg und Österreich;
Studium der Kunstgeschichte an der Uni Wien und der Architektur an der Universität für Angewandte Kunst bei Zaha Hadid und Wolf D. Prix, mehrere Workshops mit Jeffrey Kipnis, Hani Rashid, Hanif Kara, Patrik Schumacher, Tom Barker, Diplom im Sommersemester 2006 mit dem Thema „Bibliothèque Nationale de Luxembourg“.
September 2006 – Januar 2008 Mitarbeit bei ARTEC Architekten, seit 2009 Architektenlizenz in Luxemburg und Gründung des Labels Form Society s.à.r.l. zusammen mit Pit Kuffer und Philipp Jurewicz. Das Team wurde ausgezeichnet mit dem Velux Attic Award (Deutschland 2005), Chamber of Architects of Turkey Prize (UIA Weltkongress Istanbul 2005), 2. Preis beim Otis Design Award (2006);
seit März 2008 laufende Dissertation bei Prof. Ir. Bart Lootsma mit dem Thema: Transurbanismus – Die urbane Spezifität Luxemburgs im Zeitalter der Globalisierung und Internationalisierung.
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- Stadien der Zukunft
Text Ingeborg Flagge
Der Hamburger Architekt Volkwin Marg liebt nicht nur Stadien, er baut sie auch. Überall auf der Welt. An ungefähr 34 Stadionwettbewerben haben er und seine routinierten Mitarbeiter in den letzten zehn Jahren teilgenommen und die meisten gewonnen. 16 Stadien sind entweder im Bau oder fertig. Zu den neuesten gehören die in Kapstadt, Durban und Port Elizabeth in Südafrika, wo im Juni 2o1o die nächste Fußballweltmeisterschaft stattfindet. Entgegen den Unkenrufen skeptischer Funktionäre und der Presse, dass die Bauten dort nie fertig werden würden, sind sie vor der Zeit spielbereit und gleichzeitig faszinierende Architektur geworden.
Volkwin Marg (73) und sein Partner Meinhard von Gerkan (74) sind Inhaber eines der größten Architekturbüros Europas. Es gibt nichts, was sie nicht bauen: Flughäfen, Bahnhöfe, Messebauten, Bürogebäude, Kirchen, Konzerthäuser, neue Städte in China. Beide Partner zeichnen unter dem gemeinsamen Namen gmp (Gerkan, Marg und Partner) für bestimmte Bauaufgaben allein mit ihrem jeweiligen Team verantwortlich, so z.B. Volkwin Marg für die Messe Leipzig und von Gerkan für den Hauptbahnhof Berlin.
Bis Ende des vorigen Jahrzehntes ist im Büro gmp kein einziger Auftrag für ein Stadion in Sicht. Die Teilnahme am Wettbewerb für die Olympischen Spiele 1972 in München ist lange her. Doch 1998 gewinnt Volkwin Marg den Umbau des alten Berliner Olympiastadions von Walter und Werner March, wo 1936 Hitlers olympische Spiele stattfanden und das Bild von Nazideutschland und seiner monumentalen Architektur in alle Welt trugen. Der Architekt erhält den 1.Preis und den Bauauftrag, weil sein Entwurf als einziger das vorhandene Stadion im Kontext mit dem Gesamtgelände bearbeitet hatte. Bis 2oo4 wird das Stadion bei laufendem Betrieb denkmalgerecht saniert und modernisiert, eine Managementleistung ersten Ranges. Aus der Langemarkhalle, die in Erinnerung an die verlustreiche Schlacht in Flandern 1914 vom 3. Reich als Devotionalienort mit Fahnen und blutgetränkter Erde inszeniert wurde, wird auf Initiative des Architekten ein aufklärendes Dokumentationszentrum.
In der Nachfolge Berlins entstehen seither Stadien in Köln, Frankfurt, Varna, Warschau, Llubljana, Kattowitz, Kiew, im usbekischen Taschkent, im libyschen Tripolis, in Brasilia, Sao Paulo, Belo Horizonte und Manaos, alle vier für die Fußballweltmeisterschaft 2o14 in Brasilien, wobei diese Orte nur ein kleiner Teil dessen sind, was der Architekt wahrscheinlich noch in Zukunft bauen wird.
Was fasziniert einen Architekten an der Bauaufgabe Stadion? Erstens stellt er sich damit in die grosse Tradition griechischer und römischer Baumeister, denn ein Amphitheater ist „ das erste bedeutende Monument der alten Zeit“, wie Goethe in der Erfahrung der römischen Arena in Verona auf seiner italienischen Reise 1776 feststellte. Zweitens sind Stadien faszinierende Schauplätze von Spielen und Kämpfen, bei denen die Freisetzung heftigster Emotionen einer grossen Menge von Menschen zu beobachten ist. Volkwin Marg ist gegenüber der Verführbarkeit und der Selbsterfahrung der Masse Mensch skeptisch. Er bedient sich in der Diskussion darüber gern eines Zitates von Gustave Le Bon, der 1895 in die „Psychologie der Massen“ schrieb: „ Je weniger die Masse vernünftiger Überlegungen fähig ist, umso mehr ist sie zur Tat geneigt.“ Marg selbst nennt es einfacher: „In uns steckt immer noch der primitive Affe.“ Drittens – und das ist vielleicht das Hauptinteresse eines Architekten an der Bauaufgabe Stadion – ist es wohl die konstruktive Aufgabe, eine überzeugende gebaute Gestalt für riesige Menschenmassen von bis zu 1oo.ooo Besuchern zu finden.
Volkwin Marg betont bei seinen Stadien, dass ihre Zeichenhaftigkeit nicht das Ergebnis eines Designprozesses, sondern konstruktiver Gegebenheiten ist. Will sagen, dass der Architekt keine Form setzt, sondern das Zeichen, das vielleicht beim Bau eines Stadions entsteht, immer umgesetzte Mathematik ist. Wenn das Century Lotus Stadion in China (2oo6) mit seinem Dach an eine geöffnete Blume erinnert, so ist dies das Ergebnis konstruktiver Überlegungen, nicht jedoch weil man ein solches Symbol anstrebte. Ähnlich bei dem Umbau des Rheinenergie Stadions in Köln (2oo4) mit seinen 46.ooo Sitzplätzen, der bei laufendem Betrieb fertiggestellt wurde. Wenn die neuen Kölner Tribünendächer wie Hängebrücken zwischen vier als markante Lichtstelen ausgebildeten Masten hängen und an Kölns Rheinbrücken erinnern, so ist das der Statik zu verdanken, nicht dem Wunsch nach einem lokal überzeugenden Bild..
Fußballstadien sind heute weniger politisch als merkantil ausgerichtet, und ihre Besucher verlangen für ihr Geld komfortable Sitzplätze und einen wirksamen Regen- und Sonnenschutz. D.h. bei Neubauten, aber auch bei Umbauten haben heute fast alle Stadien in unseren Breiten schließbare Dächer wie beim Waldstadion in Frankfurt (2oo5). Das dortige ingeniöse und transluzente Membrandach ist an Drahtseilspeichen befestigt, die wie bei einer leichten Radkonstruktion zwischen der Felge eines äusseren Druckringes und der Nabe eines inneren Zugringes gespannt sind.
Diese Leichtbauweise braucht nur ein Zehntel des Stahlgewichtes wie bei herkömmlich auskragenden Tribünendächern. In Frankfurt waren es 2,5 Tonnen Stahl im Verhältnis zur Münchner Allianzarena von Herzog & de Meuron, wo 25 Tonnen verbaut wurden. Solche Leichtdächer sind ebenso grazil wie elegant und in kurzer Zeit zu öffnen und zu schliessen. Partner Volkwin Margs bei derlei komplexen Bauaufgaben sind gewöhnlich die Tragwerksplaner Schlaich, Bergermann und Partner aus Stuttgart.
Sie waren auch an den drei Stadien in Südafrika beteiligt, wie überhaupt die Bauaufgabe Stadion mit ihren zeitlichen und finanziellen Zwängen ein erfahrenes und eingespieltes Team braucht. Von den dortigen Stadien ist das faszinierendste zweifellos das Greenpoint Stadion in Kapstadt. Es liegt mitten in der Stadt und bildet mit dem Tafelberg das neue Wahrzeichen Kapstadts.
Seine ondulierende Silhouette, die aus der Geometrie des Stadionkörpers resultiert, macht den Bau zu einer schwebenden Skulptur aus Licht und Farbe.
Ganz anders in der Form, aber ähnlich beeindruckend ist das monumentale , im Inneren fast kathedralenartig wirkende Moses Mahbhida Stadion in Durban. Ein 1o4 m aufragender Bogen spannt sich, weithin sichtbar, über das Stadion und bildet am Ende einer 2,5 km langen Parkanlage eine Art Tor zur Stadt. Der Bogen ist begeh- und befahrbar, mit spektakulärem Blick auf die Stadt und den indischen Ozean.
Die Ästhetik dieser Stadien ist selbstverständlich zeitgemäß, nicht aber von irgendwie gearteter afrikanischer Symbolik. Nach solcher wird immer wieder gefragt. Nach Meinung von Julie-May Ellingson, der Bauherrenvertreterin in Durban, geht es aber nicht primär um die Form, sondern darum, dass die Stadien für „Offenheit und ein neues Miteinander der Menschen in der Zukunft“ stehen.
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- Moses Mabhida Stadion, Durban
Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Auf einer erhöhten Plattform gelegen, wird das multifunktionale Stadion über eine großzügige Treppenanlage von Süden erschlossen. Ein 104 m aufragender Bogen spannt sich als weithin sichtbares Zeichen hoch über das Stadion. Der Hauptzugang am Ende einer 2,5 km langen, linearen Parkanlage befindet sich an der Gabelung des Bogens – als Tor zur Stadt.
Eine Seilbahn führt am nördlichen Ende zum „Skywalk“, der sich am Scheitelpunkt des Bogens befindet. Von hier aus genießt der Besucher einen spektakulären Blick über die Stadt und den Indischen Ozean. Als markantes Element bestimmt der Bogen die Silhouette des Stadions, als Landmarke wird er zu einem imposanten Teil der Skyline von Durban.
Die Geometrie des Daches ist durch die architektonische Idee vorgegeben.
Zwischen dem starken Druckring entlang der Stadionschüssel und dem Bogen sind eine Reihe radialer Spanner und Zugseile am inneren Rand des Daches gespannt, wodurch der Zugring mandelförmig ausgebildet wird.
Die PTFE-beschichtete Membran des Daches lässt 50% des Lichtes durch die Oberfläche scheinen, bietet jedoch Schutz vor Sonneneinstrahlung und Regen.
Die in der Ondulation des Stadienvolumens mitschwingende Fassade aus offenen Lamellen umhüllt die Umgänge, schützt die Zuschauer ebenfalls vor Sonne und dem häufig auftretenden Wind und ermöglicht ungehinderte Ausblicke.
Die Außenhaut erzeugt durch die geometrische Überlagerung von Kegel und Zylinder einen spannungsreichen Verlauf des Stadionrundes, wodurch sich auch die Neigung die der aufgehenden Fassaden verändert.
Die Kapazität des Stadions zur WM 2010 beträgt maximal 70.000 Zuschauer, die sich auf drei Rängen verteilen. Nach der WM wird die Anzahl der Sitzplätze auf 56.000 reduziert, kann aber für Großveranstaltungen temporär bis auf 85.000 erweitert werden. Die Anforderungen für eine mögliche Austragung der Commonwealth Games oder der Olympischen Spiele sind erfüllt. Das neue Stadion wird sich mit seinen umlaufenden Grünflächen für Sport-, Freizeit- und Kulturaktivitäten sowie geschäftlichen Nutzungen zum Mittelpunkt eines attraktiven Stadtquartiers entwickeln und sich als hochwertiger Standort für Sportveranstaltungen in Südafrika etablieren.
Photos Copyright Marcus Bredt
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- Green Point Stadion, Kapstadt
Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Das Bild Kapstadts wird auf einzigartige Weise durch das Zusammenspiel vom Tafelberg-Massiv und dem Signal Hill, einer sanft-hügeligen Landschaft und dem alles umgebenden Atlantischen Ozean geprägt.
Das Greenpoint Stadion liegt als Solitär eingebettet im Park des Greenpoint Common am Fuße des Signal Hill und ordnet sich respektvoll in das landschaftliche Ensemble ein.
Die äußere Hülle des Stadions ist als eine abstrakt linear gegliederte Membrankonstruktion entworfen. Seine einzigartige ondulierende Silhouette, die aus der Geometrie des Stadionkörpers resultiert, lässt das Stadion als skulpturales Objekt erscheinen und verstärkt die Einbindung in die vorhandene Landschaft.
Die leichte Membrankonstruktion besteht aus großflächigen konkaven Elementen, die eine einheitliche, der Ondulation folgende, fließende Fassade bilden. Das helle Glasfasergewebe unterstützt
diese Wirkung, seine Farbigkeit erzeugt Tiefe und belebt. Die transluzente Oberfläche absorbiert und reflektiert die Lichtstimmungen des Tages.
Das für Fußball- und Rugbyspiele konzipierte Stadion bietet auf drei Rängen für ca. 68.000 Zuschauer Platz. Alle Plätze verfügen aufgrund ihrer Neigung über optimale Sichtverhältnisse. Der Stadioninnenraum ist so gestaltet, dass sich die gesamte Aufmerksamkeit auf das Spielfeld richtet und eine dichte, spannungsvolle Atmosphäre erzeugt.
Die Dachkonstruktion ist eine Kombination aus einem Hängedach mit radialen Bindersystemen. Das ondulierende Dach wird mit Verbundsicherheitsglas eingedeckt und im Innenraum mit einer diaphanen Membranhaut verkleidet. Der Raum zwischen der Glaseindeckung und der Membran integriert technische Elemente wie Beschallung und Beleuchtung, bietet Wetterschutz und dient als Schall absorbierendes Volumen.
Das Stadion wird bei respektvoller Zurückhaltung zu einem markanten Bestandteil der Stadt. Es wertet die unmittelbare Umgebung des Greenpoint Common auf und wirkt als Impuls für weitere positive Entwicklungen der angrenzenden Stadtstruktur, des Quartiers und der gesamten städtischen Umgebung.
Photo Copyright Marcus Bredt
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- Nelson Mandela Bay Stadion, Port Elizabeth
Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Das als Fußball und Rugby-Stadion konzipierte Nelson Mandela Bay Stadium befindet sich am North End Lake mit Terrassen und Hügeln inmitten des Prince Alfreds Park.
Als Solitär ist das Stadion in das Ensemble eingebettet und ragt wie eine Blüte am Ufer des Sees hervor. Direkt am See gelegen, spiegelt sich der Baukörper im Wasser und erzeugt ein einzigartiges Bild.
Die Silhouette des Stadions ist durch die klare Struktur der Konstruktionsglieder geprägt. Sie formen einen Kolonnadengang, der das gesamte Stadion umschließt. Die verglaste Lounge-Ebene bildet den horizontalen Abschluss der Kolonnaden. Die blattähnlich geformten Dachelemente, deren Spitzen sich bis zum Boden der Lounge-Ebene erstrecken, schweben über diesem Ring und runden das Bild ab.
Die Dachkonstruktion orientiert sich an lokalen Besonderheiten und schützt die Zuschauer nicht nur vor der Sonne, sondern auch und vor allem vor den häufig auftretenden, heftigen Seewinden. Es handelt sich dabei um eine durch Dreigurtbinder getragene Aluminium-Blecheindeckung mit weißen PTFE Membranflächen in den Zwischenfeldern. Alle technischen Elemente wie Beschallung und Beleuchtung und auch der Wartungsgang sind in das Dach integriert.
Das Stadion ist für 48.000 Zuschauer, die sich auf Ober- und Unterrang verteilen, konzipiert. Die gerundete Tribünenform des Stadions ermöglicht optimale Sichtbedingungen und garantiert eine dichte, emotionale Atmosphäre.
Das Konzept berücksichtigt nicht nur funktionale, technische und klimatische, sondern auch kulturelle Aspekte. Die Fassade, die sich am hinteren Teil des Kolonnadenganges befindet, wird von lokalen afrikanischen Kunsthandwerkern gestaltet, so dass hier eine 700m lange Ausstellung traditioneller und moderner Afrikanischer Kultur entsteht.
Der Bau des Nelson Mandela Bay Stadium bietet die Chance, Port Elizabeth mit einer hochwertigen Sportanlage auszustatten, das ein gesamtes Stadtgebiet aktiviert. Denn Ziel des Entwurfes ist es, das Stadion auch nach der WM optimal auszulasten. Alle Pressebereiche des Stadions können zu Büros und Freizeiteinrichtungen umgestaltet werden. Zwischen Stadion und See wird ein öffentlicher Platz geschaffen, der Erholung am Wasser bietet. Neben den Sport- und Freizeitvereinen in Port Elizabeth, welche das Stadion täglich nutzen werden, wird sich das Quartier um den Prince Alfreds Park zu einem Ausflugsziel entwickeln.
Photo Copyright Marcus Bredt
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- Mbombela 2010 Stadion, Nelspruit Mpumalanga
R&L Architects
This brand new state of the art structure will seat 43,500 spectators and will meet all the requirements set by FIFA. Of the 5 new stadiums being built for 2010 this is the only one conceptualised and designed by South African Architects, although International Consultants were involved in the Architecture and Engineering, particularly the roof structure. This has resulted in an unmistakably African stadium which was a central aim.
Not only is Mbombela the lowest costing new 2010 stadium but the cost per seat under roof is by far the lowest and this is without compromising visual impact. This is in part due to the team following its “keep it simple” “keep it local” strategy and also by going out to tender early in what turned out to be an overheated industry.
LOC Chief, Danny Jordaan, has said “the Mbombela Stadium is one of the most distinctive and unique stadiums in FIFA World Cup history ”, which is particularly significant as it was achieved on the lowest budget, an achievment which demanded innovation from all parties. R&L Architects were extremely fortunate to be involved in this unique event, and at each step of the way took every effort to make the project live up to very high expectations.
INTEGRATION INTO THE LANDSCAPE
The setting is a mix of virgin bushveld and citrus farmland. The landscaping is intended to provide a lowveld experience enhanced by the local thorn trees. The site is dramatically cradled in the south by an arc of granite outcrops.
The climate of the region encourages open non-walled concourses. This allows the fans to enjoy the views to Africa on all four sides and also keep their orientation. The 6m opening between the upper ‘lip’ of the seating bowl and the roof, ventilates the seating bowl on hot days and creates a feeling of openness.
Through this gap the sky and surrounding rounded granite topped hills are visible from most of the seats. The roof tends to float and creates lightness rather like an acacia tree canopy.
An acacia forest on the south has been preserved and adjoins the stadium. The main spectator approach path passes through these trees providing a “bushveld” experience.
ICONOGRAPHY
It is at the doorstep of the Kruger Park game reserve, perfectly poised to combine a visit to see Africa’s wildest animals and a game of the 2010 FIFA World Cup. This was not lost on the stadium designers and the signature feature of the stadium is the abstract 18 structural giraffes that are the roof supports making this South Africa’s wildest football and rugby stadium. The roof supports were naturally tall and slender and crying out to be giraffes. It was one of those great synergies between function, form and structural necessity and so the Mbombela Giraffe came to be.
The black and white seats are patterned with zebra stripes and bold Ndebele colours, and graphics generally around the stadium round off the African and wildlife theme leaving a lasting visual image in the mind of the visitor.
INNOVATION
From the outset a “keep it simple” approach was taken. The arena is rectangular as opposed to an oval. The oval comes with complex geometries which limits standardization. The structural grid is an economical 10.0m. The aim was Maximum local content wherever feasible. For instance there are no pipe sections in the roof larger than what can be rolled locally. The entire roof was fabricated in Gauteng and delivered to site by road. This has paid off not only making this the most cost effective new stadium for 2010, but also ensuring that Mbombela achieved 94% of seats under roof which along with Cape Town is the highest for any SA Stadium. At a low 55kg/m2 this roof is very light and has set a new standard in stadium roof design which is also pleasing to look at from below and above. It has received the British Overseas Expertise Award in the sport and leisure category.
We avoided the busy cluttered look that is so typical for many stadia roofs. A requirement of the brief was to limit the opportunity for birds to perch in the roof. Birds are a serious issue in stadia as they poop and dirty the stadium particularly the seats. The pipe sections of the primary and secondary roof trusses are much too wide to be grabbled by birds claws and are too wide for birds to poop over the sides. The skinnier tertiary trusses would be ideal perches but are enclosed by a graceful under slung ceiling which eliminates the perches at the same time hiding the visually cluttered portions of roof structure. The ceiling also serves to amplify the crowd noise by reflecting it back into the arena.
ACCESSIBILITY AND TRANSPORT
Mbombela Stadium is located 5km west of Nelspruit close to the N4, the vein connecting Gauteng and Mozambique. A new and upgraded road network has been constructed to feed the stadium and the surrounds and will go on to be a big improvement into the future. A bus and taxi rank directly to the south will efficiently handle a large crowd utilizing a park and ride system.
Wheelchair bound spectators have been especially looked after with excellent seats which are raised in such a way so they can still see when the crowd is standing.
ENVIRONMENTAL PERFORMANCE
In addition to paying close attention to utilizing the most efficient and up to date system in terms of energy consumption and water usage, two core aspects of the approach were:
a. Because of the climate which never really gets cold, spaces were left open wherever it was feasible thus eliminating the need for any energy consumption for heating and cooling.
b. A strict regime of using local materials was used as far as possible to reduce what would have otherwise been a significant transport carbon footprint.
Materials and fittings were selected for their ability to stand up to heavy abuse and require low ongoing maintenance. High-technology solutions were avoided wherever possible to reduce the maintenance burden into the future.
SOCIAL IMPACT AND COMMUNITY ACCEPTANCE
Stadia are often very internalised buildings which turn their backs on their surroundings selfishly keeping all the activity for themselves. Mbombela Stadium opens itself to the outside providing views from the inside and also to those on the outside.
The development will be the premier sport facility for the province as it will also include a sport excellence institute. It will be a catalyst of growth for the city and become a vital hub for the community.
The community has enthusiastically taken ownership of their giraffes and zebra stripe seating because they can relate to the unique and distinctive character. They are delighted with their stadium particularly because it is inspired by the region and powerfully represents its wildlife.
At the peak there were 1,400 workers on site of whom the bulk (70%) were local. Mbombela achieved quite a remarkable safety record. The stadium took 5 ½ million man hours to build and in that time a record set of 2.3million uninterrupted injury free hours. It is significant that for such a complex project with much work taking place at height that the most serious injury was a broken ankle. This is testimony to the commitment of all on site to creating such a safe worksite.
USER COMFORT AND THEATRICAL EXPERIENCE AND ATMOSPHERE
The spectator route is as direct and simple as is possible. The bowl is divided into three tiers. The lower tier is excavated into the ground so the 21,000 spectators on this level move from the main arrival podium without having to change level. The 19,000 spectator on the upper tier access their level using very wide corner ramps.
The Mbombela arena will be the most compact and intimate of all the 2010 Stadia. The designers worked hard to put each seat as close to the action as possible whilst still ensuring excellent sight lines for both soccer and rugby. The closeness intensifies the crowd energy and noise.
FACILITIES
The spectator bowl is divided into 3 tiers. The lower tier is excavated into the ground so the 21,000 spectators on this level move from the main arrival podium without having to change level. The mid tier offers a wider row width of 900mm and higher spec seats and lift access is provided for the 4,000 users of this level. The presidential suite is located on the west side of the mid level. It is connected directly by lift to the president’s entrance and parking in the basement. The 20,000 spectators on the upper tier will circulate with ease by using the 8 very wide 5.5m wide ramps located on the corners. Toilets, sales kiosks and first aid rooms are evenly located throughout these areas.
In the basement the player’s area are located with related medical, doping control and officials’ rooms. There are warm-up areas for each of the teams. There is a media zone with 200 seat press conference room, the press workroom and mixed zone. The mixed zone is where the players and journalists can interact after the match just prior to the players boarding their bus. The main kitchen, ground man’s area and service areas are also located in the basement. The slope of the site is such that the north face of the basement is at ground level and this is where the Stadium management offices and stadium shop is situated. The Players busses can drive into the basement to deliver the players to their dressing rooms.
MIKE BELL
FOR R&L ARCHITECTS
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- Soccer City Stadion, Johannesburg
Boogertman + Partners Architects
Das Soccer City Stadion in Johannesburg wird eine zentrale
Rolle bei der Fußball-WM 2010 spielen. Das geschichtsträchtige
und bis zur WM komplett umgebaute Bauwerk wird sowohl
Austragungsort des Eröffnungsspiels als auch des Finales sein.
Als größtes WM-Stadion und mit seinen zahlreichen umliegenden
Gebäuden, in denen unter anderem auch die FIFA während der
Weltmeisterschaft beheimatet sein wird, avanciert das Soccer
City Stadion zum Herzen der Fußballfestivitäten in Südafrika.
Die Umbaumaßnahmen am Soccer City Stadion kommen einem
Neubau gleich. Die Modernisierung der Arena umfasst sämtliche
Bereiche von sanitären Anlagen über Zuschauerränge bis hin zu
technischen Elementen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird
das imposante Stadion 94.700 Besuchern Platz bieten, die auf
hochmodernen Rängen eine prickelnde WM-Atmosphäre entfachen
werden. 99 exklusive VIP Logen, exquisite Restaurants und
6.000 Business-Seats sorgen für höchsten Komfort. Das
architektonische Highlight ist die 16 Meter hohe, kuppelförmige
Dachkonstruktion der Haupteingangshalle. Die Halle selbst
beherbergt ein Museum über die Geschichte des südafrikanischen
Fußballs. Die Fassade des Soccer City Stadions erinnert raffinierter
Weise an einen afrikanischen Tontopf.
Das Soccer City Stadion ist im Südwesten von Johannesburg
unweit des Messezentrums gelegen. In zentraler Lage und
angrenzendem Stadtteil Soweto, in welchem ca. 40% der
Einwohner von Johannesburg leben, wird das Soccer City Stadion
ein pulsierender Knotenpunkt während der WM sein.
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- NEUBAU UND ERWEITERUNG DES STADE ALBERT KONGS IN ITZIG
Bruck & Weckerle Architekten
Das Garderobengebäude des FC Blo-Waïss Izeg, gebaut in den 70er Jahren, entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Spielbetrieb mit Herren-, Damen- und Jugendmannschaften und war stark sanierungsbedürftig.
Nebst der Zielsetzung ein funktionales Garderobengebäude zu bauen, war es der Gemeinde Hesperange ein Anliegen den Ort aufzuwerten und einen Begegnungsort für Itzig zu schaffen. Das monofunktionale Garderobengebäude wurde zu einem multifunktionalen Clubhaus und entwickelte sich zu einem Anziehungspunkt für das ganze Quartier.
In einer umfangreichen Studie erarbeitete Bruck + Weckerle Architekten unterschiedliche Szenarien für eine bauliche Verbesserung. Diese reichten vom Abriss des bestehenden Clubhauses mit einem Neubau bis zum Anbau an das bestehende zu sanierende Clubhaus.
Schliesslich wurde eine Variante gewählt, die es erlaubte das bestehende Haus in einen Neubau zu integrieren.
Der Neubau wurde neben dem bestehenden Garderobengebäude positioniert. Er erstreckt sich mit dem Zuschauerbereich bis zur Mittellinie des Spielfeldes.
Die gewählte Lösung erlaubte während der Bauzeit den Altbau in Betrieb zu halten bis zur Fertigstellung des Neubaus. Nach Inbetriebnahme des Neubaus konnte der Altbau saniert werden.
Um die Orientierung und die Zirkulation der Personen um und im Gebäude zu lenken, wurden gezielte Manipulationen am Gebäudekörper vorgenommen.
So wird zum Beispiel auf der Strassenseite durch das leichte Einknicken der Fassade der Zuschauer zur Kasse geleitet. Durch das Eindrücken der Fassade zum Spielfeld hin entsteht ein gedeckter Aussenbereich unter dem sich der Grill und der Ausschank befinden. Die Spieler werden durch die sich öffnende Geometrie der Erschliessungsräume zum Spielfeld gleitet.
Das erweiterte Raumprogramm des Stade Albert Kongs wurde in enger Zusammenarbeit mit der Fussballföderation erarbeitet. Aus den Auflagen der Föderation die Zirkulationswege der Zuschauer und der Spieler strikt zu trennen, entwickelten die Architekten ein Funktionsszenario für das Gebäude mit zwei separaten Zugängen.
Das Raumprogramm erlaubte auch Funktionen zusammen zu fassen. So entstanden zusammen mit dem bestehenden Gebäude vier weitere Einheiten. Diese wiederum konnten zu zwei Trakte zusammen gefasst werden: Einen Zuschauertrakt und einen Spielertrakt.
Der Zuschauereingang befindet sich auf Höhe der Mittellinie. Er erschliesst den eigentlichen Zuschauertrakt mit der Kasse und der Buvette, von wo die Zuschauer, vom Wetter geschützt, die bestmögliche Übersicht übers Spielfeld erhalten.
In direkter Verbindung mit der Buvette wurde eine semi-professionelle Küche mit einer Grillanlage eingebaut. Nebst dem Kassenraum sind im Zuschauertrakt zusätzlich die Gästetoiletten angeordnet. Diese Räume sind um einen von oben belichteten Erschliessungsraum angeordnet, der sich zum Spielertrakt hin verschmälert.
Der Zugang für die Spieler wurde an der Schnittstelle zwischen Neubau und Altbau angeordnet, und besteht aus einem gedeckten Aussenbereich, der die neuen wie die bestehenden Umkleiden bedient.
Im Neubau befinden sich zwei Spielerumkleiden mit Duschräumen, zwei Schiedsrichterumkleiden sowie ein Depot für Bälle und Geräte. Auch hier wurde die Zirkulationsfläche nicht als Gang sondern als heller, durch ein Oberlicht belichteter, großzügiger Raum geplant.
Im sanierten Altbau befinden sich im Erdgeschoss zwei weitere Garderobenräume und im Obergeschoss der Versammlungsraum des Vorstandes sowie der VIP-Raum.
Das ganze Gebäude ist mit einer robusten, ballsicheren Holzfassade umwickelt, die Alt- und Neubau zusammen bindet. Sie schützt die Garderobenfenster und die thermische Isolation vor heranfliegenden Bällen. Klappläden erlauben das Haus vollständig abzuschliessen. Nebst den rein funktionalen Überlegungen Holz als Fassadenverkleidung zu benutzen, bestand die architektonische Absicht das Stade Albert Kongs durch seine Materialität von den umliegenden Einfamilienhäusern abzuheben und so als Freizeiteinrichtung und öffentliches Gebäude erkennbar zu machen.
Im Innern, in den Zirkulationsräumen, wurde Sichtbeton verwendet. Das monolitische Material visualisiert die Idee der selbständigen Funktionseinheiten und ist der Nutzung angepasst.
Ein neuer, umlaufender Betonsockel entwickelt sich auf der Spielfeldseite zu Betonsitzstufen für die Zuschauer.
Es wurde für das Gebäude ein Energiekonzept erarbeitet, welches die technischen Anforderungen im Entwurf konstruktiv löst.
Eine einheitliche, kompakte Form wurde gesucht. Die funktionale Gliederung ermöglicht es, Gebäudeteile separat in Betrieb zu nehmen und zu nutzen. Jeder Raum ist natürlich belichtet und die Fenster sind durch die auskragende Fassade vor übermässiger Sonneneinstrahlung geschützt.
Die Fassade besteht aus unbehandeltem Lärchenholz, das Dämmmaterial aus Steinwolle. Das Gebäude hat einen massiven Kern aus Beton, der als Wärmepuffer dient. Er schützt es in den Sommermonaten vor Überhitzung bzw. hält die Wärme lange im Gebäude und überbrückt die Zeit in der es nicht genutzt wird. Die zusammenhängende Dachfläche ermöglicht es Regenwasser für die WC-Spülung, die Schuhputzanlage und die Bewässerung des Spielfeldes zu sammeln. Die zentralen Oberlichter dienen als Zuluftöffnungen. Die Frischluft strömt via Wärmetauscher in die Garderobenräume, wo die verbrauchte Luft abgesogen wird.