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- adato 4|09 - Kirchberg
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- Architektur mit Ausstrahlung
Ob in Moskau, Belgrad, Berlin oder Kairo – kaum eine Stadt
oder eine Nation, die sich als fortschrittlich darstellen wollte,
konnte auf den demonstrativen Bau eines Fernsehturms verzichten.
„Die Fernsehtürme, die nach dem Zweiten Weltkrieg
als Zeichen des technologischen Fortschritts errichtet werden,
sind im städtischen Kontext fast immer als Symbole eines
gesellschaftlichen Wandels bzw. politischer oder wirtschaftlicher
Macht gestaltet“, so die Ausstellungskuratoren Friedrich
von Borries, Matthias Böttger und Florian Heilmeyer (raumtaktik,
Berlin). „Kein anderer Gebäudetyp war in der zweiten
Hälfte des 20. Jahrhunderts politisch so aufgeladen wie der
neue Typus Fernsehturm.“
Dabei sind die Fernsehtürme stets mehr als nur Potenzbeweise
ihrer Erbauer – sie sind ingenieurtechnisches Wagnis einerseits
und Zeichen für gesellschaftlichen Wandel und technologischen
Fortschritt andererseits. Viele Türme haben einen festen
Platz in der Populärkultur ihrer Städte erobert; sie werden
geliebt oder gehasst, in Firmenlogos genutzt, als Souvenirs
an Touristen verkauft oder auf Postkarten gedruckt. Bei den
Fernsehtürmen geht es um die Ausstrahlung – und sie senden
nicht nur die Signale für Funk und Fernsehen.
Anschaulich wird das zum Beispiel am Berliner Fernsehturm,
der zu Beginn der Ausstellung am 3. Oktober 2009 den 40.
Jahrestag seiner Einweihung begeht. Der 368 Meter hohe
Turm mit seiner silbern glitzernden Kugel sollte nicht nur
fortschrittliches Signal am Kreuzungspunkt der staatsrepräsentativen
Achsen im neuen Ost-Berliner Zentrum sein, sondern
auch den Westteil der Stadt deutlich überragen.
Dabei dokumentiert die weltweite Verbreitung der Türme
die politische Geschichte des 20. Jahrhunderts: Auf die
Systemkonkurrenz zwischen Ost und West (mit Türmen in
Stuttgart, Kairo, Berlin, Moskau, Tashkent oder Toronto)
folgte das Ringen der Global Cities um touristische und ökonomische
Anziehungskraft (in Las Vegas oder Auckland). Neue
Fernsehtürme entstehen derzeit fast ausschließlich in den
aufstrebenden Staaten Asiens und im Nahen Osten (Teheran,
Jakarta, Guangzhou, Tokio und Ashgabat).
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- Architekturproduktion
in & aus Deutschland - Die 26 besten
Bauwerke
Architekturproduktion in & aus Deutschland - Die 26 besten Bauwerke in einer Ausstellung
Den Gewinner des DAM Preis für Architektur in Deutschland
2009 und über 25 weitere nominierte Projekte zeigt eine
Ausstellung, die vom 14. November an im Deutschen
Architekturmuseum zu sehen ist. Die bereits zum dritten
Mal verliehene Auszeichnung ging in diesem Jahr an Barkow
Leibinger Architekten, Berlin. Ihr Betriebsrestaurant des
schwäbischen Unternehmens Trumpf in Ditzingen überzeugte
die Jury aus Architekturkuratoren, -publizisten und –journalisten
insbesondere durch ihr innovatives Dachtragwerk, das
sich aus der Zellenstruktur von Blattstrukturen inspiriert.
Das Spektrum der für die Auszeichnung nominierten Bauten
reicht in diesem Jahr vom Landtagsgebäude bis zum Kuhstall,
von der Kunsthalle bis zum Einfamilienhaus, vom Shopping
Center bis zum umgebauten Bauernhof. Fast ein Drittel aller
Bauten sind Museen und Ausstellungshäuser, darunter das
Kunstmuseum Moritzburg, das Ozeaneum in Stralsund, das
Museum Brandhorst in München, die Temporäre Kunsthalle
Berlin oder das Porsche-Museum bei Stuttgart. Neben
Ausstellungs- und Kulturbauten stehen jedoch auch eher
unspektakuläre Bauaufgaben, die belegen, wie aus profanen
Themen beispielhafte Architektur erwachsen kann. Ein dreischiffiger
Kuhstall bei Thankirchen wurde so geplant, dass
er vom Bauherrn im Eigenbau errichtet werden konnte; ein
Aussichtsturm in der Lausitz eröffnet mit jeder Stufe der
Aufstiegstreppe neue Perspektiven auf die Landschaft.
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- New York - Berlin
Berlin – von den politischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts
geprägt wie keine zweite Metropole – und Manhattan, New
York, der Inbegriff von Stadt, Metropolis der Moderne. In den
Aufnahmen von Gerrit Engel werden diese beiden, zu Klischees
gewordenen Städte wieder völlig fremd und neu gesehen. Er
fokussiert ihre Bauten wie ein Forscher exotische Individuen.
Fasziniert, jedoch gleichsam aus wissenschaftlicher Distanz.
Mit „botanisiertrommelhafter Sachlichkeit”, aber nicht ohne
Zuneigung. Gerrit Engels Fotografien sind Portraitstudien
von Häusern mit ihrem jeweils eigenen Gesicht, die sich zum
Portrait der gesamten Stadt zusammenfügen – Stadtgeschichte
anhand von Ablichtungen ihrer markanten, mehr oder weniger schönen, großen oder kleinen, spektakulären oder auch
nur pittoresken Gebäude. So entstand die tatsächlich erste
Typologie der Architektur Manhattans und – 20 Jahre nach
dem Mauerfall – Berlins.
Gerrit Engel, 1965 in Essen geboren, in München und New
York ausgebildeter Architekt und Fotograf, lebt heute in Berlin.
1997 erschien sein viel beachtetes Debüt mit der Fotoserie der
Buffalo Grain Elevators – gleichsam auf den Spuren von Walter
Gropius und Le Corbusier. 1999 folgte die Serie über Marzahn,
Berlin; eine Auswahl daraus zeigte Die Neue Sammlung im
Jahr 2000 in Nürnberg zur Eröffnung des Neuen Museum für Kunst und Design. 1997 und 1999 wurden Arbeiten aus beiden
Serien in die permanent collection der Neuen Sammlung
aufgenommen.
Zehn Jahre danach stellt Die Neue Sammlung nun die jüngsten
Arbeiten des Fotografen in München in der Pinakothek
der Moderne vor: seine Manhattan- und Berlin-Serien,
für deren Publikationen Gerrit Engel die Gebäude nach
ihrer Entstehungszeit chronologisch ordnete, ein Novum
in Architekturbildbänden. Für die Ausstellung der Neuen
Sammlung, die nach der Nürnberger Präsentation die erste
große Museumsausstellung des Fotografen ist, traf Gerrit
Engel eine Auswahl aus beiden Serien und verließ die chronologische
Ordnung zugunsten einer, innere architekturgeschichtliche
und stilistische Verwandtschaften aufdeckenden
Installation.
Was beide Serien über die magische Anziehungskraft ihrer
Sujets hinaus eint, ist das ganz charakteristische, milchigsanfte
Hellgrauweiß des Himmels, vor dem alle Details
und Farbnuancen umso klarer erscheinen – vermeintliche
Nebensächlichkeiten wie Baumkronen, Briefkästen,
Plakatständer, Autos oder zufällige Passanten ebenso wie vor
allem die Bauten selbst mit ihren Physiognomien.
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- ZLÍN – Modellstadt der Moderne
Die Entwicklung der im Osten Tschechiens gelegenen Stadt
Zlín im 20. Jahrhundert ist eng mit der Schuhfabrik Bat’a verbunden.
Der Unternehmer Tomás Bat’a und sein Stiefbruder
Jan Antonín ließen den kleinen Ort von 1923 bis 1938 wie
ein riesiges Labor für gemeinschaftliches Leben und Arbeiten
ausbauen. Nach Plänen von František Lydie Gahura entstand
über einem Gebäuderaster von 6,15 m x 6,15 m eine Stadt
im Grünen mit weitläufigen Fabrikanlagen, Wohngebäuden
sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen.
Die Bat’as
vereinten geschicktes Unternehmertum, fordistische Schuh-
Serienproduktion und soziales Experiment. In der von Vladimír
Karfík, einem ehemaligen Mitarbeiter Le Corbusiers, errichteten
Konzernzentrale „21“ ließ sich Bat’a ein Büro in Form eines
zimmergroßen Aufzugs konstruieren, von dem aus er mit der
ganzen Welt kommunizieren und gleichzeitig seine Arbeiter
überwachen konnte. Die weltweit einzige, streng nach funktionalistischen
Prinzipien errichtete Stadt wurde von vielen
Politikern und modernen Architekten studiert und bewundert.
In der Ausstellung werden die architektonische Entwicklung
und der sozialgeschichtliche Hintergrund Zlíns mit Modellen,
Plänen, Fotografien und Filmen vorgestellt. Ergänzend werden
die selbst in Fachkreisen kaum bekannten Planungen Le
Corbusiers für Bat’a – Stadterweiterung von Zlín, weltweite
Schuhläden, eine Fabrikanlage und ein Bat’a-Pavillon für die
Weltausstellung in Paris 1937 – mit Originalzeichnungen und
einem Modell präsentiert.
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- Préparer l’avenir du Kirchberg
La nouvelle politique des concours architectes-promoteurs
et les missions d’urbanisme sont des jalons essentiels pour
la qualité architecturale du futur tissu urbain
Patrick Gillen, Président
L’architecture a toujours revêtu une grande importance pour
le Fonds. Aussi, la qualité architecturale des grands projets
qui sont sortis de terre ces dernières années, MUDAM,
Philharmonie de Luxembourg, Cour de Justice Européenne,
Banque Européenne d’Investissement est impressionnante.
Le succès de ces réalisations culturelles nationales et européennes
de la partie Ouest du Plateau, issues de consultations
internationales, confirme que les jurys qui les ont choisies ne
se sont pas trompés dans le choix de leurs créateurs de renom.
Des architectes stars comme Richard Meier et Gottfried Böhm
ont également inauguré l’intérêt pour le quartier des banques
au Kirchberg à l’Est, mais ce qui est moins connu est que
depuis 2004, le Fonds Kirchberg a inauguré une politique
de concours pour toutes les réalisations de bureaux et de
logements dans le but d’un accroissement qualitatif général.
Aussi, le succès des concours depuis lors pour les bureaux et
le logement auprès des cabinets d’architecture, notamment
nationaux, dans le Quartier du Grünewald, semble confirmer
que la démarche des consultations architectes-promoteurs est
un moteur d’émulation.
Or, ce n’est pas sans une certaine appréhension que le Fonds
a attendu les premiers résultats de ces associations, car le
poids de l’offre économique (certes, on était encore dans les
années florissantes de l’avant-crise) aurait pu déséquilibrer
le choix du jury d’architecture même si dans le résultat final,
les deux volets comptent chacun pour 50 %. Il semblerait
bien au contraire, que l’ambition qualitative manifestée par
le Fonds confère de l’ambition aux promoteurs puisque les
résultats des concours d’architecture n’ont jusqu’à présent pas
été démentis, confirmant la recherche lors de l’élaboration du
projet avec les architectes, de l’équilibre entre fonctionnalité,
esthétique et volet économique en vue d’un résultat optimal :
le 1er ou le 2e au classement architectural se sont jusqu’à
présent avérés le rester le plus souvent après ouverture des
offres économiques.
Quoi que d’une facture moins « personnelle » que les sièges
griffés du quartier des banques originel du Kiem, les immeubles
de bureaux « Axento » et « KPoint » (respectivement des architectes Arlette Schneider et Tatiana Fabeck, associées aux
promoteurs CIP et Allfin) dans le nouveau quartier d’affaires du
Grünewald, sont les témoins les plus récents de la réussite de
cette démarche. Ces bâtiments qui observent les règles d’urbanisme
de hauteur égale et de construction en front de rue
et sous forme de blocs édictées par le Fonds, se conforment
également à l’obligation pour tous les nouveaux immeubles
de bureaux, de compter 70 % de surface à rez-de-chaussée à
destination de commerces, offrant aux habitants du nouveau
quartier d’habitation du Grünewald tout proche, la possibilité
de faire des emplettes au quotidien et à pied s’ils le souhaitent.
Le plan d’urbanisme (signé Hermann & Valentiny) où les bâtiments
sont disposés tels les pions d’un échiquier entre des cases
dévolues aux jardins privatifs et aux placettes publiques, nous
amène à parler de la phase obligée préparatoire pour le façonnage
de l’image future du Kirchberg privilégiant la mixité des
fonctions et la mobilité : à savoir les missions d’urbanisme.
architectes Arlette Schneider et Tatiana Fabeck, associées aux
promoteurs CIP et Allfin) dans le nouveau quartier d’affaires du
Grünewald, sont les témoins les plus récents de la réussite de
cette démarche. Ces bâtiments qui observent les règles d’urbanisme
de hauteur égale et de construction en front de rue
et sous forme de blocs édictées par le Fonds, se conforment
également à l’obligation pour tous les nouveaux immeubles
de bureaux, de compter 70 % de surface à rez-de-chaussée à
destination de commerces, offrant aux habitants du nouveau
quartier d’habitation du Grünewald tout proche, la possibilité
de faire des emplettes au quotidien et à pied s’ils le souhaitent.
Le plan d’urbanisme (signé Hermann & Valentiny) où les bâtiments
sont disposés tels les pions d’un échiquier entre des cases
dévolues aux jardins privatifs et aux placettes publiques, nous
amène à parler de la phase obligée préparatoire pour le façonnage
de l’image future du Kirchberg privilégiant la mixité des
fonctions et la mobilité : à savoir les missions d’urbanisme.
Si ces très grands sites ont bien sûr pour conséquence la
mono-fonctionnalité, le nouveau carrefour de la Porte de
l’Europe offre l’opportunité de l’installation d’un ensemble de
commerces/bureaux/habitat et le Fonds a décidé, pour l’étroite
bande de terrain du bord Sud de l’avenue Kennedy, qui fait
directement face à cette impressionnante densité de bureaux
et sur l’arrière au quartier résidentiel de Weimershof, de lancer
une nouvelle consultation d’urbanisme dans le courant de l’année
2010 en vue de l’étude fine de la répartition des fonctions
mixtes habitat/commerces/bureaux/espaces urbains.
Sans études d’urbanisme, il est impossible de concevoir
l’avenir d’un territoire de la taille du Kirchberg (365 ha) et
la décision prise dans les années 1980 de transformer la voie
rapide en une avenue urbaine avec ses carrefours à feux d’où
part le réseau orthogonal à l’intérieur des quartiers en est le
préalable absolu. C’est également le cas de la largeur de l’avenue
Kennedy, prête sur toute sa longueur (le carrefour de Bricherhof
est terminé, celui de la Porte de l’Europe le sera d’ici 2012) à
recevoir le tramway. Mais c’est la définition actuelle de plus en
plus précise des fonctions à accueillir sur le Plateau qui permet
des missions d’urbanisme de plus en plus fines. Ainsi du site des
actuelles foires que le Fonds a étudié depuis deux ans maintenant
pour l’implantation de la gare périphérique Kirchberg et de
son pôle d’échanges multi-modal.
Cette étude, qui touche désormais à son terme – le lancement
du concours international d’architecture a eu lieu cet automne –
le Fonds n’a évidemment pas eu la prétention de la mener à
bien seul. Outre qu’il a fait appel à un spécialiste mondial des
interconnexions urbaines, Arep Ville, il a travaillé avec tous
les acteurs du site Luxexpo, la SIPEL, les CFL, Luxtram. Non
seulement la gare Kirchberg (souterraine mais ouverte) et le
pôle d’échange (à niveau) seront accompagnés de toutes les
fonctions urbaines afférentes (commerces, place publique,
bureaux, loisirs), mais Luxexpo restera au Kirchberg, ayant
choisi l’option innovante de la foire-exposition en tissu urbain
accessible par tous les moyens de transports, tramway, train et
automobile puisqu’un parking P & R est prévu sous la foire.
Informations sur le Plateau du Kirchberg :
www.kirchbergonline.lu
Les visites guidées grand public ont lieu 2 fois par an au printemps
et en automne. Elles sont annoncées par voie de presse.
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- Die Würde liegt in der Leichtigkeit
Text
Manfred Sack / Ingeborg Flagge
Architekt
Wilhelm Kückler
Fotos
Waltraud Krase
Als die Bayerische Landesbank von Wilhelm Kücker 1994 gebaut wurde, war es auf dem Kirchberg am Tage recht still und es gab noch
viel Platz. Städtisches Leben war hier eine Illusion, aber auch eine Hoffnung für die Zukunft. Bis heute ist zwar viel geschehen, die
Bayerische Landesbank heißt inzwischen Banque LBLux, es gibt drumherum einen guten Mix aus Läden, Restaurants, Arbeitsstätten
und Wohnungen, doch wirkliche Stadt mit lebendigen Plätzen und Flaneuren zu jeder Zeit des Tages gibt es hier noch immer nicht.
Aber die Grundstücke sind knapp geworden. Der Verkehrslärm heute ist beachtlich, doch immer noch kommen die meisten Autos am
Morgen und verlassen den Kirchberg wieder am Abend. Heimat ist hier nur für die wenigsten. Die Neubauten der letzten fünfzehn Jahre
wurden teilweise von bekannten Architekten errichtet. Dennoch gehört der Bau der Banque LBLux zu den besten im Viertel. Immer
noch. Man sieht ihm sein Alter nicht an. Er ist, was er vor 15 Jahren war: ein Bau von unaufdringlicher, einladender Atmosphäre.
Die Architekturkritik, die jetzt folgt, ist – gekürzt- ein Text von Manfred Sack.
Seine Beschreibung hat nichts an Frische verloren und trifft in allen Aussagen nach wie vor zu. Warum also alles neu schreiben?
Das Gebäude ist ein angenehm proportioniertes Bauwerk. Dies zu werden, war unter den obwaltenden Umständen nicht leicht. Alle
Bauplätze gleich groß, die Zwischenräume eng, die Situation weder originell noch provokativ, nirgendwo eine der für Innenstadt-
Grundstücke üblichen Herausforderungen, die es dem Architekten leicht machte, seine Ideen zu finden. Hier am Ende des Kirchbergs
hatte kein schon bestehendes Gebäude zu architektonischer Korrespondenz oder zur Pointierung eines Einfalls aufgerufen. Erst
recht kam von der Kulturlandschaft ringsherum kein stimulierender Wink. Jedes der hier realisierten Gebäude ist für sich selbst
entstanden. Wie erstaunlich, dass mit der Banque LBLux ein Bauwerk von ganz eigenem Charakter und grossem Reiz entstanden ist.
Was den Bau so sympathisch macht, sind die Klarheit und Bestimmtheit der Formen. Es ist die konstruktive Eleganz, der Kontrast
der schönen Materialien. Es sind die eigenwilligen, untereinander überraschend harmonisierenden Farben und alle die Finessen, die
sich in meisterlichen Details zu erkennen geben. Nicht zuletzt muß man die lichte, einladende Atmosphäre nennen, in welchem Raum
der Bank sie sich auch in welcher Gestalt entwickelt. Nichts ist von bankenhafter Schwere, die Würde liegt in der selbstbewussten
Leichtigkeit. Und dies, obwohl der Architekt ausdrücklich sagt, dass er nicht wolle, dass seine Gebäude schweben oder abheben. Ganz
im Gegenteil: „Ich will, dass meine Häuser stehen.“ Sie sollen solide gemacht sein und ebenso wirken, wenngleich niemals schwer.
Deshalb hat das Bankgebäude auch einen Sockel aus Naturstein und ein richtiges Dach, dem, um es leicht erscheinen zu lassen, ein
Vorflügel angefügt ist. Deshalb ist die Fassade der Büroflügel in Form eines lang gestreckten U ausdrücklich 49 cm dick gemauert
und hell verputzt und bildet damit eine oft beschworene, seit alters bewährte Energiespeichermasse.
Da der Architekt auch gern der Versuchung nachgibt, „Gegensätzliches, ursprünglich nicht zusammen Gehörendes zusammen zu
bringen“ hat er dem u-förmigen Gebäude ein grosses offenes Atrium eingefügt und seinen vorderen Teil zu einer gläsernen Halle für
das Entrée gemacht. Sie ist mit achtzehn Metern so hoch wie das dreistöckige Haus, achtzehn Meter lang wie breit, ein würfelförmiger
Raum, was man freilich so wenig bemerken muß wie das geometrische Spiel an der Eingangsseite. Das Pultdach erinnert an das Dreieck,
die beiden Treppentürme rechts und links an das Quadrat, das gewölbte Glasdach an den Kreis. Den kubischen Raum, den es deckt,
empfindet man aber nicht als geometrische Figur, sondern als einen empfangenden, integrierenden, zum Ganzen gehörenden Raum.
Die Halle ist der öffentlichste Raum des Gebäudes und derjenige, mit dem die Banque LBLux auf sich aufmerksam macht und für sich
wirbt. Er ist eine wunderbare, öffentlichen Gebäuden viel zu wenig geschenkte Verschwendung. Das Wohlgefühl, das er weckt, rufen
nicht nur die Licht- und Schattenspiele, die es mit Stützen, Trägern und Sprossen treiben, hervor, das gelingt vor allem der verblüffend
leichten, eleganten Konstruktion, die an den Ehrgeiz aller Ingenieure erinnert, nämlich den gewagtesten Effekt mit dem kleinsten
Aufwand und so filigran wie möglich hervorzurufen. Hier besteht die Konstruktion aus sechzehn mandelförmig gebogenen, fein verstrebten Dachspanten, die mit ihren Spitzen seitlich in
Stahlbeton verankert sind. Auf der oberen Wölbung liegt
die Glashaut, auf der unteren ein gewöhnlicher Blechrost,
den man wartungshalber betreten kann, der aber von unten
so leicht und fein wie eine Textilwolke aussieht. Von der
gleichen Leichtigkeit ist die tragende und aussteifende
Gitterkonstruktion der beiden Glasfassaden.
Man betritt die Glashalle über einen sanft ansteigenden, eher
beiläufig inszenierten Vorplatz, der mit seinen gestuften
Seitenwänden – Putz, Stein, Glas – an eine Vorbühne denken
lässt, die kein geschlossener Vorhang, sondern Glas von der
Bühne trennt, aber nicht wirklich. Aussen- und Innenraum
spielen durch die Glaswand miteinander, so dass die Halle
einen halböffentlichen Charakter bekommt und einer Loggia
ähnelt, wie wir sie in italienischen Städten bewundern.
Genau das wollte der Architekt, und so hat er den Vorplatz
wie die Halle, aber auch die Galerien in allen drei Geschossen
mit denselben abgespaltenen, absichtlich nicht glatt geschliffenen
Platten aus Tessiner Gneis gepflastert. Das Grau
harmoniert gut mit dem Grau des matt geschliffenen fränkischen
Muschelkalks, mit dem die Treppen-, Fahrstuhl- und
Versorgungstürme, aber auch Boden und Sockelwände des
Atriums ausgeschlagen sind. So geben die Türme und der
Atriumssockel der weiß verputzten Stahlbetonkonstruktion,
die die inneren Hoffassaden prägt, beiläufig auch eine
Fassung und einen virtuellen Halt.
Die gläserne Halle ist auch das Treppenhaus der Bank. Anders
als all die engen, lieblosen, nur im Notfall mit Benutzern rechnenden
Treppenschächte erfüllt es seine Aufgabe mit barocker
Lust. Es feiert den Treppen steigenden Menschen mit drei langen
Treppen, deren gemächlich ausgreifende Gebärden von keinem
Podest unterbrochen wird, sonst wäre ihre Eleganz dahin.
Die erste beginnt mit einer Ouvertüre, einer aus Muschelkalk
geschnittenen, dem Eingang zugewendeten Vortreppe. Jede
Treppe führt, den quadratischen Raum an seinen drei inneren
Seiten überwindend, ins nächste Stockwerk. Die beiden
einander gegenüber liegenden Büroflügel werden im ersten
und zweiten Geschoß an der Atriums-, im dritten an derEingangsfassade von Querstegen miteinander verbunden.
Sie haben denselben Habitus wie die Treppenläufe: die
Konstruktion aus dunkelgrauem Stahl, die Stufen und die
angenehm zu greifenden Handläufe aus Kirschholz, das
Geländer aus fein profiliertem Edelstahl. Die Hallendecke:
ein Sternenhimmel kleiner Leuchten. Zwar signalisiert der
kreisrunde Tresen dem Besucher, dass er sich hier im Inneren
befindet. Aber vier Kandelaber, die ihr Licht nach allen Seiten
senden, suggerieren, dass man sich hier auf einem öffentlichen
Platz befindet.
Gewöhnlich kann man sich den Blick in die Büros ersparen. Hier
indessen empfangen einen nicht das weit verbreitete Allerlei
aus untergehängten Decken und keine Standardeinrichtung;
auch hier bemerkt man einen präzisen architektonischen
Ausdruckswillen. Da sind die über den Fluren angebrachten,
ganz leicht nach hinten gewölbten, merklich körperhaften
Lochblechplatten, die mit ihrem Aufwärtsschwung bis in
die Zimmer reichen, darüber gut erreichbar die üblichen
Installationen so wie die unterstützende Lüftung. Da sind die
hohen Fensterbänder über den Bürowänden, die Tageslicht in
die Flure lenken, und die schmalen, senkrechten Glasstreifen
neben den Türen. Da sind die hellen, mit blanken Stahlrahmen
gefassten, präzise eingepassten Einbauschränke, die klug
gewählten hängenden Leuchten und vieles mehr. Vor allem die
Farben lassen eine gute Hand erkennen, weil sie identisch sind
mit den wenigen ausgesuchten, zu greifenden und zu betretenden
Materialien, und ein gutes Auge, weil der Architekt
couragiert und einfallsreich damit gespielt hat.
Es gibt eine im ganzen Haus wiederkehrende Farbe, ein dunkles
Violett, das wie ein Orgelpunkt durch das gesamte Interieur
klingt. Diesem intensiven Violett sind alle anderen Farben zugesellt,
an den Wänden jedes Stockwerkes eine andere, ein lichtes
Blau, ein frisches Grün, ein sattes Weinrot, ein gelbes Ocker.
Jede dieser Farben wurde in einer so genanten Enkaustiktechnik
aufgetragen, das heißt, ein mineralisch eingefärbter, hauchdünner
Kalkputz wird in mehreren Arbeitsgängen aufgebracht
und zum Schluß mit geträufeltem Wachs abgezogen,
so dass die damit gestrichenen Wände sich glatt anfühlen,
aber Spachtelspuren zeigen und so lebendig wirken.
Eleganz, das Wort liegt einem in diesem Gebäude oft auf
der Zunge. Es kommt einem auch beim Betrachten in den
Sinn: der inneren, zur Glashalle und zum Atrium gewandten
Fassade mit ihrer bauhausklaren, aus dem Stahlbetonskelett
abgeleiteten Struktur- der äußeren, mit der das Haus sich
in seiner Umgebung zeigt. Sie hat einen ganz klassischen
Aufbau mit einem gestuften Sockel unten und einem gestuften
Dach – genauer einem zurückgesetzten, flachen, blau gestrichenen Attikageschoß, über das das Dach mit einem
schmalen Vorflügel weit hinausragt. Die Fenster sind nach der
klassischen hierarchischen Ordnung unten „französisch“, also
höher- so wie das Erdgeschoß einen halben Meter höher als die
anderen ist. Darüber haben sie „normales“ Format, mit kräftigem
Sturz, starken Sprossen und feinen, silbern abgesetzten
Rahmen um die Scheiben, ausgewogen in den Proportionen
und in der Reihung neben- und übereinander.
Das Pultdach, das sich am Haupteingang so dreist zeigt
und einen Augenblick lang mit seinem biederen häusliche
Charakter Verwirrung stiftet, ist an den drei geschlossenen
Seiten des Hauses unsichtbar. Da wirkt der ruhig rythmisierte
Bau kompakt, unaufdringlich, aber konsequent und streng
durchgeformt, ganz unaufgeregt, schön proportioniert. Hier
zeigt der Bau seine makellose klassische Modernität. So weit
Manfred Sack. Der strenge Brunnen im ebenso strengen
Innenhof wurde denen geopfert, die sich durch das fallende
Wasser gestört fühlten. Schade. Auch der Hintereingang
wurde verändert und viele der Arbeitszimmer renoviert. Sie
sind heute teilweise schöner als zur Zeit der Einweihung. Es ist
offensichtlich, dass der Bauherr sein Haus respektiert und liebt
und es mit Sorgfalt pflegt. Und das schöne Gebäude dankt es
ihm mit Eleganz und altersloser Frische.
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- Der Europäische Gerichtshof
Umbau und Erweiterung auf dem Plateau
de Kirchberg in Luxemburg
Text
Sebastian Redecke
Architekt
Dominique Perrault
Fotos
GG Kirchner
Die Europäische Union wächst trotz aller Hindernisse unaufhörlich und gewinnt international zunehmend an politischer Bedeutung.
Die Europäische Rechtsprechung ist von dieser Entwicklung nicht ausgeschlossen: Immer komplexer gestaltet sich ihr Apparat, der mit
den unterschiedlich strukturierten Justizbehörden der nunmehr 27 Mitgliedsstaaten zurechtkommen muss.
Diese Entwicklung lässt sich auch an den Bauten ablesen. Der Europäische Gerichtshof der sechs Gründerstaaten ist seit Dezember 1952
in Luxemburg beheimatet, zunächst sehr bescheiden in angemieteten Gebäuden. 1972, rechzeitig zur ersten großen Erweiterung der
Europäischen Union, wurde ein Neubau der Architekten Jean-Paul Conzenmius, Francis Jamagne und Michel van der Elst eröffnet. Wie
alle wichtige Bauten der Europäischen Union in Luxemburg steht er auf dem Plateau de Kirchnberg, schräg gegenüber vom Place de
l’Europe mit dem alten Hochhaus der Verwaltung des Europäischen Parlaments und der Philharmonie von Christian de Portzamparc.
Dieser erste Neubau eines Palais de Justice wurde bereits drei Mal – vor allem für die zusätzlich eingereichte unabhängige „erste
Instanz“ - erweitert, in den achtziger Jahren und Anfang der Neuziger. Es handelt sich um eine Reihe blockartiger Annexe an der
Südseite des Sockels vom Hauptgebäude und der tiefer liegenden Rue du Fort Niedergrünwald. Die insgesamt 26.000 Quadratmeter
an Nutzfläche wurden von den Architekten Bohdan Paczowski, Paul Fritsch, Jean Herr und Gilbert Huybrechts errichtet. 1994 kamen
von den gleichen Architekten noch einmal 24.000 Quadratmeter hinzu.
Doch auch diese weitre Etappe der Erweiterung reichte bald nicht mehr aus, und so entschied man sich 1996 für die Sanierung und den
Umbau des ersten Gebäudes von 1972 mit einer weiteren bedeutenden Ergänzung des Gerichthofs von rund 53.000 Quadratmetern.
Neu war, dass drei Architekturbüros aufgefordert wurden einen Vorschlag zu unterbreiten. Geschuldet war dies dem Umstand, dass
ein Architekturbüro die ursprünglich geplante Direktvergabe des Auftrags angefochten hatte. Dominique Perrault war schließlich
der Glückliche und ganz offensichtlich auch der Geschickteste. Er gehörte zu den Eingeladenen, bekam seinem Entwurfskonzept den
Auftrag und folgte der Aufforderung, für die weitere Planung und für die Ausführung Luxemburger Assoziierte zu nehmen. Er entschied
sich für Paczowski & Fritsch, dem gut vertraut, sowie für m3 architectes.
Die Aufgabe war nicht nur vom Programm her komplex und vielschichtig. Auch die baulichen und städtebaulichen Vorgaben waren
kompliziert, ja sogar von Brisanz. Die noch nicht in allen Teilen abgeschlossenen Neubauten entstehen in unmittelbarer Nähe des
Bestands. Bevor mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte, mussten bei „ Altgebäude“ des Gerichtshofs von 1972 eine umfangreiche
Asbest Sanierung vorgenommen werden. Teile der Stahlglaskonstruktion des für die Bauzeit typischen strukturalistischen Entwurfs
wurden zuvor unter Schutz gestellt. Sie bestehen aus selbstpatinierendem Stahl, eine braune, rostig anmutende Sonderanfertigung des
Luxemburger Stahlkonzern ARBED. Das Gebäude musste für die Sanierung komplett geräumt werden.
Perrault gliedert seine Planung in vier Bereiche auf: Sanierung und Neugestaltung des Altbaus sowie Neubau eines Ringgebäudes,
zweier Türme und einer Erschließungsgalerie. Den von der Lage her wichtigsten Teil der Baumaßnahmen stellt das aufgeständerte
Ringgebäude dar, das um den Altbau herum errichtet wurde. Durch dieses zweigeschossige „Rahmenbauwerk“ in 14 Meter Höhe entsteht
entlang der Stützenreihen eine ausgedehnte, mit anthrazitfarbenen Steinplatten gestaltete Fläche, die als Esplanade bezeichnet
wird, sich aber von ihrem Nutzen nur schwer definieren lässt. Sie ist wohl als eine weitgehend frei zugänglicher Raum vorgesehen,
wo man sich wetter-, aber nicht windgeschützt für ein Gespräch einfinden kann. Die Stahlstützen der ruhigen rechteckigen Gesamtform,
die in einem Rasterabstand von 8,40 Metern aus schwarzen, 1,20 Meter breiten I-Profilen montiert sind, setzen deutliche Akzente und
stellen durch ihre Materialität ganz bewusst eine Verbindung zur stählernen Konstruktion des Altbaus her. Die Unterseite wurde mit
lackierten neun Meter langen Alucor-Platten verkleidet – alles in Schwarz. Für eine Auflockerung sorgen die acht ebenfalls schwarzen. Aber offenen und dadurch spielerisch wirkenden Wendeltreppen,
die unter dem Ring stehen. Der Architekt vergleicht die Spiralen
aufgrund ihrer Filigranität mit geschälten und auseinander
gezogenen Apfelschalen. Sie werden flankiert von Aufzugsund
Lüftungsschächten und werden auf zwei Seiten von einer
goldfarbenen Aluminiumhülle aus Metallgewebe geschlossen.
Die auf der Außenseite vorgesetzten Fassadenelemente des
Ringgebäudes bestehen aus vertikal gestellten, leicht gold
schimmernden Glasscheiben, die unten und oben über die
Geschosse hinausragen und dadurch die Wucht des Gebäudes
zurücknehmen. Die 1,77 Meter breiten Scheiben wurden in
unterschiedlichen Abständen rhythmisch geordnet. Dadurch
gelingt es auch hier, die Strenge etwas zurückzunehmen. Die
Räume des Präsidenten, der von den Regierungen auf sechs
Jahre ernannten obersten Richter aller 27 EU-Staaten und der
acht Generalanwälte sind bestens ausgestattet. Auf der Westseite
wurde ein zweigeschossiger Konferenzsaal eingefügt.
Mit der Idee des aufgeständerten Ringgebäudes wird die
Erhabenheit, das sich absetzen vom Tagesgeschehen, um sich
ganz der Rechtssprechung widmen zu können symbolisiert.
Aus der Sicht des Architekten bekommt das Gericht dadurch auf
dem Plateau eine neue, seiner Aufgabe angemessene Präsenz.
Weit wichtiger als der Bezug des Rings zur Plattform und zur
umliegenden Bebauung ist seine Anbindung an das zentrale
Gebäude, das über acht gläserne Brückenbauten erreicht
wird. Dieser die Mitte bestimmende Bau wurde für die
Asbestentsorgung vollständig entkernt. Das übrig gebliebene
Stahlgerippe wurde auf politischen Wunsch als erhaltenswert
eingestuft. Nach einer kompletten Demontage wurden die
Teile abtransportiert, sandgestrahlt, lackiert und vor Ort dann
wieder neu zusammengesetzt. Da nahezu alle Büros in das
Ringgebäude verlagert wurde, bot sich im „neuen“ Altbau die
Möglichkeit die geforderten Säle mit Nebenräumen und die
Übersetzungskabinen sowie Foyers großzügig anzuordnen.
Insbesondere der Hauptsaal, wo die Große Kammer tagt, und
seine Vorhalle haben außergewöhnliche Ausmaße.
Bei den 27 geschossigen Türmen, die äußert schmal sind
und dadurch umso eleganter wirken, hat es der Architekt
irgendwie geschafft, seinen Entwurf durchzusetzen. Jeder
Turm ist 106 Meter hoch und hat eine Grundrissfläche von
14 x 48 Metern. Einzigartig sind die Fassaden: eine goldfarbene
Rasterkonstruktion von einem gewissen Raffinement.
Der Eindruck von zwei rundum golden schimmernden
Großskulpturen wird noch verstärkt durch das speziell entwickelte Aluminiumgewebe, das zwischen das zwischen den
Glasflächen der Fensterpaneele in ebenfalls goldene Rahmen
eingebaut wurde. Durch die leichte Zickzack-Kantung des
Gewebes mit jeweils zwei Bahnen pro Sandwichpaket bekommt
die Fassade eine zusätzliche Tiefe. Alles in allem wurden 7724
Glas-Paneele verbaut. Unabhängig von der unverwechselbaren
Fassadenkomposition ist die Besonderheit der Türme hinsichtlich
ihrer Funktion hervorzuheben: die Nutzfläche von insgesamt
24.000 Quadratmetern ist ausschließlich den Büros der
Übersetzer vorbehalten. Dies macht deutlich, welches Ausmaß
ihre Arbeit für den Europäischen Gerichtshof angenommen hat.
Der vierte Teil von Perraults Planungen befindet sich weitgehend
im Verborgenen. Auf der Südostseite, zwischen dem Altbau und
der Erweiterung der achtziger Jahre, entstand unterhalb der
Plattform die „Galierie“, ein hallenartiger Erschließungsgang.
Der 230 Meter lange und 12 Meter hohe Raum reicht im
Nordosten bis zu den Zwillingstürmen. An dem glasüberdachten
Gang sind auch Restaurants, die Bibliothek, und der Zugang
in die neue Tiefgarage mit 770 Plätzen angeordnet. Eine
breite Treppenanlage führt in das Foyer der Großen Kammer
im Altbau. Bei den früheren Erweiterungsbauten im Südosten
wurden Wände durchbrochen, um neue Wegeverbindungen
und Blickbeziehungen herzustellen. Jetzt ist auch dieser Teil
des Gerichtshofs eingebunden und erfährt damit ein deutliche
Aufwertung. Der interne Weg ist also mehr als eine
Erschließung, er ist das verbindende Element und Rückgrat der
Gesamtanlage:: Perrault gelingt es, ihm durch seine funktionale
Organisation, die großzügige natürliche Belichtung und
wohl auch durch seine Propertionen eine solche Raumqualität
zu verleihen, dass die Mitarbeiter ihn bereits als Ort der
Begegnungen nutzen.
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- AXENTO
Immeuble commercial et administratif
situe sur l’avenue
J.F. Kennedy au Kirchberg
Architekt
Arlette Schneiders
Fotos
Antoine Huot
C’est en 2006 que le bureau ARLETTE SCHNEIDERS ARCHITECTES a gagné, ensemble avec le développeur CIP Luxembourg SA,
le concours architecte-promoteur organisé par le Fonds Kirchberg sur le terrain face aux magasins Auchan. En juillet de cette année,
les premiers locataires ont ouvert leurs commerces dans la galerie commerciale du rez-de-chaussée.
Le terrain du bâtiment AXENTO profite d’un emplacement unique au Plateau du Kirchberg, étant donné son emplacement face au
Centre Commercial Auchan et donc au Centre du Kirchberg. Le parti architectural du bâtiment en tient fortement compte.
Le bâtiment est composé par différents espaces :
- L’espace commercial : La galerie commerciale est un espace couvert et ouvert sur toute la hauteur du bâtiment avec un éclairage
naturel zénithal. Les commerces couvrent la majeure partie du rez-de-chaussée et ont leurs vitrines aussi bien côté rue que côté
galerie commerciale.
- Les espaces administratifs : Les bureaux se trouvent aux étages. La surface des deux halls d’entrées avec leurs circulations verticales
est réduite au minimum nécessaire afin de laisser un maximum de surface pour les surfaces commerciales.
La façade côté avenue est formée par un cadre reprenant les dimensions du gabarit urbanistique prescrit, à l’intérieur duquel se définit
un espace urbain et un volume construit. Elle se définit également par une grande toiture sous laquelle se glissent les différents volumes
formant l’ensemble du bâtiment et englobant les différentes fonctions commerciales et administratives. Ce nouveau Centre Commercial
relie - par une rue couverte - l’avenue aux deux rues latérales, ainsi que les deux rues latérales entre elles. Ainsi un nouvel espace urbain
couvert se développe au Sud-Est de l’avenue J.F. Kennedy et en continuité avec Auchan. Le bâtiment est composé par deux volumes : le
volume principal - se développant sur six étages - côté avenue, avec sa forte présence et son espace urbain extérieur sous le débordement
de la toiture, et le volume secondaire –moins haut- qui se glisse sous cette grande toiture. Il en résulte une imbrication de volumes,
laquelle permet de réaliser le passage des six niveaux exigés côté avenue J.F. Kennedy vers les cinq niveaux permis côté arrière.
- Le béton vu est utilisé pour toutes les parois pleines extérieures.
- Les stores solaires en panneaux pliants entourant le bloc central sous la toiture haute sont réalisés en tôle aluminium déployée anodisée
teinte bronze. Les proportions verticales de ces stores et la continuité du matériau sur la hauteur de quatre étages du bloc central
confèrent une élégance particulière à ce volume qui apparait comme un joyau protégé par une coquille en béton.
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- L’UNICO
bâtiment administratif situé
au 13, Rue Edward Steichen
Architekt
Arlette Schneiders
Fotos
Antoine Huot
Le bâtiment situé au no 13, rue Edward Steichen présente, de
par sa situation dans le tissu urbain deux façades principales :
celle qui se situe le long de la rue E. Steichen face au parc de
la BGL BNP Paribas et celle face au quartier d’habitation.
Le parti architectural du bâtiment a été déterminé par cet
environnement. Ainsi le bâtiment présente une façade compacte,
avec une forte présence, face au parc de la banque et
le long de la rue J. Hackin.
Du côté habitations le volume s’ouvre sur une place extérieure
généreuse située dans le prolongement de l’espace public.
Un noyau central regroupant les locaux communs et de
service (locaux techniques, gaines techniques et sanitaires,
circulations) se manifeste par une sur-hauteur par rapport aux
volumes construits le long des fronts de rue.
Ce bloc central est mis en évidence par le traitement de ses
façades au moyen de panneaux bois, lesquels sont des volets
mobiles devant les vitrages et créent une façade rythmée par les
volets fermés, semi-ouverts ou ouverts. Le volume central derrière
lequel se trouvent les installations techniques au niveau
toiture fait ainsi partie intégrante du parti architectural.
Un bloc de dimensions plus modestes situé côté Nord-Est
rappelle la volumétrie des bâtiments d’habitation.
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- Konferenzzentrum für die europäischen Ratssitzungen
Umbau, Erweiterung und Erneuerung des Konferenzzentrums auf
dem Kirchberg-Plateau in Luxemburg für die europäischen Ratssitzungen
Architekt
Schemel & Wirtz
Städtebauliches Konzept
Das städtebauliche Konzept der Entwicklung des Plateau de Kirchberg basiert auf der Idee eines durchmischten urbanen Raums, durch
Umwandlung einer ehemaligen Autobahn in einen städtischen Boulevard dessen Auftakt der Place d’Europe bildet. Das Konferenzzentrum,
ist eine der Kanten des Place d´Europe. Es schafft durch seine betont horizontale Platzfront einen ruhigen Hintergrund vor dem Solitär
der Philharmonie in Mitten des Platzes.
Architektonisches Konzept
Die Entwurfsidee gründet auf einem großen Plateau mit einer Kette von eingestellten und zum Teil durchdringenden Körpern, wobei
das bestehende 24-stöckige Hochhaus den vertikalen Akzent setzt. Die Körper stehen auf einem steinernen Sockel, der den natürlichen
Grundstücksgrenzen folgt und werden von der transparenten Halle mit auskragendem Dach umschlossen. Durch die gläserne, 300 Meter
lange, in der Profilierung bewusst reduzierte Platzfassade ist die spannungsvolle Abfolge der inneren Baukörper, sowie die Bewegung
der Besucher gut ablesbar.
Talseitig bildet die vorgehängte Glaslamellenfassade aus verstellbaren mattierten Elementen die Funktion eines Sonnen- und Sichtschutzes,
sowie einen spannungsvoll veränderbaren Filter zum Grünraum. Die bestehenden Baukörper wurden von Umbauungen freigestellt und
wie die neuen Baukörper in eigenständiger Materialität ausgeführt. Als verbindender Hintergrund der eingestellten Körper fungiert die
durchlaufende Foyerdecke aus Metallnetzgewebe. Sie entwickelt sich aus der metallischen Flügelkante des Vordachs, das sich damit in
den Innenraum zieht.
Den Auftakt bildet, in der Spitze der Halle, der transluzente
Bankettsaal. Ein auf räumlich geneigten Stützen schwebendes
Prisma, aus hinterleuchteten, mattierten Glastafeln.
Auf Foyerniveau ist die Untersicht des gläsernen Prismas als
Lichtdecke spürbar. Sie wird durchdrungen von einer Treppe,
welche zum Bankettsaal im Obergeschoss führt.
Unterhalb des Bankettsaals öffnet sich der Raum, mit Nutzung
als Café, zum Platz. Die Belagsfläche des Place d’Europe setzt
sich fort und schafft einen fließenden Übergang zwischen
Außen- und Innenraum. Gefolgt wird der Bankettsaal vom
zweigeschossigen Körper des großen Saals. Der zweischalige
Ellipsenstumpf, entworfen für eine administrative Konferenz mit
elliptisch angeordneter Möblierung in mehreren Reihen, dominiert
als ruhiges Element die Halle. Bei variabler Nutzung finden
in ihm bis zu 800 Personen Platz.
Die äußere Ellipsenschale des Saals besteht aus räumlich geformten
Nussbaumfurniertafeln. Im Kontrast dazu ist die innere Schale
aus stabförmigen, akustisch wirksamen, Nussbaumprofilen aufgebaut.
Im Zwischenraum der Schalen sind die dienenden
Funktionen, wie zum Beispiel ein polyvalenter Saal und die
Dolmetscherkabinen integriert. Die Geometrie der dienenden
Räume folgt der des Saalkörpers. Im Bereich der Eingänge wird
die Schwere und Größe des zweischaligen Volumens durch tiefe
Einschnitte zur Halle hin ablesbar. Im Inneren öffnet sich ein
großes Panoramafenster mit gekrümmter Verglasung zur Natur.
Überwölbt wird der Saal von einer akustisch wirksamen
Stufenkuppel, die sich durch die Dachfläche zu drücken scheint.
Im Anschluss bildet das bestehende Hochhaus mit separatem
Eingang, in Form eines Glas-Kubus mit betonender Illumination,
die vertikale Verbindung des Konferenzzentrums im Inneren und
den Büroetagen oberhalb der Dachlandschaft. Durch zusätzliche
horizontale Öffnungen in den Decken und große vertikale
Tragelemente bindet sich das Hochhaus im Inneren das Ensemble
ein, ohne seine ursprüngliche Struktur zu verlieren.
Den Abschluss der Halle bilden die bestehenden Säle, die über
die gesamte Höhe des Foyers in eine massive Natursteinhülle
eingekleidet sind. Großflächige, gläserne Einschnitte lassen
Ausblicke auf das Foyer und den Place d’ Europe zu.
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- K POINT
Architekt
Tatiana Fabeck en collaboration
avec le bureau Archi2000
Le bâtiment ‘K Point’ s’inscrit dans une trame urbaine très ordonnée et se situe entre le boulevard Kennedy à allure très citadine
et le quartier Grünewald qui sera dédié à des immeubles résidentiels. Posé comme sur un échiquier, le bâtiment dialogue avec son
environnement grâce à sa forme, ses matériaux et son expression architecturale. Le projet se présente en tant que monolithe de
facture simple en forme de H reposant sur un socle cristallin, ludique, l’ensemble disposant d’un excellent facteur de compacité.
Le socle, rez-de-chaussée pour les commerces et espace d’accueil pour les bureaux, donne l’impression que le trottoir, l’espace
extérieur continue vers l’intérieur. La forme en H permet par le dégagement d’un volume creux, d’un vide urbain, de marquer à la
fois l’entrée du bâtiment sur la rue Edward Steichen, mais surtout de faire participer le contexte environnant à la vie du bâtiment.
Dans l’enfilade des bâtiments situés sur la rue E. Steichen, le creux permet une respiration, une séquence, un marquage. Cette lecture
très simple des différentes utilisations des espaces, permet une orientation très aisée à l’utilisateur ainsi qu’au visiteur.
Une référence continuelle vers l’extérieur depuis l’intérieur du bâtiment offre à tout point de vue des bureaux, perspectives
lointaines et des repérages aisés. Un seul noyau distribue l’entièreté de l’immeuble. Une seule entrée principale située sur la rue
Edward Steichen accueille les personnes. Un grand hall d’accueil généreux bien éclairé donne accès à trois ascenseurs, desservant
tous les étages supérieurs. Le bâtiment possède 2 sous-sols
comprenant les espaces de parkings comptant 80 places, les
archives, une zone de livraison et tous les locaux techniques
nécessaires.
Une place dialogue avec le quartier environnant du côté sud.
Un filtre végétal formé par des haies de bambous, taillées
géométriquement, laissent pénétrer le visiteur vers l’intérieur,
marquant cependant la limite entre propriété privée
et publique.
Le sol minéral de cette Piazza constitué par de grandes dalles
en granite, rentre dans le bâtiment comme un tapis vers le
noyau d’ascenseurs, invitant le piéton à entrer.
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- Banque Populaire de Luxembourg
Architekt
Tatiana Fabeck
En collaboration avec Thomas Krähenbühl architecte
Foto
Lukas Roth
Le nouveau siège de la Banque Populaire du Luxembourg se situe
en face du rond-point du Kirchberg à côté de la State Street Bank.
Le bâtiment se positionne en tête d’une série de bâtiments à usage
différents. (le centre Auchan, le cinéma Utopolis… Il marque l’entrée
de ville et se situe au point de convergence des artères principales. Le
bâtiment possède deux accès. L’entrée principale est positionnée en
face du Rond-point. Initialement le bâtiment devait comporter un rezde-
chaussée et 3 étages supérieurs, afin de garantir une impression
d’homogénéité et de continuité le long du boulevard Kennedy. Grâce
à de nombreuses études et dessins, les architectes ont pu convaincre
le Fonds du Kirchberg, à doter ce bâtiment d’entrée de ville d’une
hauteur excédant de deux étages le projet initialement prévu. Ainsi
le bâtiment s’articule autour du rond point en maintenant le gabarit
dicté par les autres bâtiments le long du boulevard Kennedy et s’élève
de deux étages supplémentaires en retrait par rapport au boulevard
Kennedy le long du circuit de la Foire. Grâce à sa hauteur le bâtiment
qui a une emprise au sol relativement réduite par rapport à ses voisins,
se confirme et marque l’entrée de ville. Plusieurs avant-projets ont
été réalisés en vue de trouver la forme esthétiquement et fonctionnellement
la plus appropriée. Vu le positionnement du bâtiment libre
de trois côtés et entouré d’un horizon libre, les architectes ont voulu
créer un bâtiment ou le futur utilisateur pourra pleinement profiter
de la magnifique vue qui s’offrira à ce dernier. Ainsi après plusieurs
concepts différents de façade, le maître d’ouvrage ainsi que l’architecte
se sont mis d’accord sur une façade entièrement vitrée qui enveloppe
les différents étages d’une peau filigrane rythmée. Le bâtiment possède
3 niveaux de sous-sol qui sont communiquants avec les sous-sols
de la State Street Bank. L’accès se fait depuis le circuit de la foire par
une rampe commune. Doté de 160 places le sous-sol offre des places
au personnel et aux clients. Le bâtiment compte un rez-de chaussée
et 5 niveaux à utilisation de bureaux. Le rez-de-chaussée ainsi que
le premier étage sont mis à dispositions de locataires différents. Les
deuxième, troisième, quatrième et cinquième étages sont utilisés par
la Banque Populaire du Luxembourg. Le quatrième étage est prévu
d’une terrasse qui surplombe la ville et offre un espace de détente aux
futurs utilisateurs. Un atrium vitré et couvert traverse le bâtiment sur
4 niveaux et favorise un environnement de travail éclairé par la lumière
naturelle. Le bâtiment a une superficie brute hors-sol de 6414 m2.
Structure L’ensemble des niveaux (infrastructure et superstructure)
est composé d’une structure mixte acier-béton. Cette structure supporte
en infrastructure et en superstructure des planchers en béton
armé coulé sur des prédalles ainsi qu’une toiture métallique sur le local
technique. La stabilité de l’ensemble de la structure est assurée par les
noyaux et les voiles extérieurs en béton armé. Les planchers inférieurs
sont composés d’une dalle en béton armé qui repose sur les poutres
métalliques espacées de 4.20m. Les poutres métalliques, en profilés
laminés avec une hauteur maximale de 600mm, possèdent des portées
de 17.20/4.40/17.20 m portée. Ceci permet un parking libre de tout
obstacle. Elles travaillent en section mixte avec la dalle en béton par
intermédiaire de goujons connecteurs, soudés sur les ailes supérieures
des poutres- Les poutres sont partiellement enrobées de béton, les
espaces entre les ailes des profilés seront remplis de béton armé afin
de garantir la stabilité au feu de R90 sans protection supplémentaire.
Les poutres sont munies de contreflèches afin de compenser les
déformations pendant le montage. Les poutres n’ont pas eu besoin
d’un étançonnement lors pendant la phase de montage. Les assemblages
poutres-poteaux sont réalisés à l’aide de tasseaux soudés sur les
ailes des poteaux. L’appui des poutres sur les voiles extérieurs s’est fait
sur des éléments d’ancrage. Les planchers de la superstructure sont
aussi composés d’une dalle en béton armé qui repose sur les poutres
métalliques espacée de 4.20m. Les poutres métalliques en profilé
cellulaire avec une hauteur d’environ 600mm, sont disposées d’axe en
axe avec des portées de 16.80/4.40/16.80m de portée. Elles travaillent
en section mixte avec la dalle béton par intermédiaire des goujons
connecteurs à tête, soudés sur les ailes supérieures des poutres. La
stabilité au feu a été calculée par une analyse au feu naturel. Les
poutres sont munies de contreflèches afin de pouvoir compenser les
déformations pendant le montage. Les assemblages poutres-poteaux
sont réalisés à l’aide de plaques d’about boulonnées aux poteaux afin
de garantir une continuité des poutres en cas d’incendie. Des poteaux
de la superstructure sont disposés sont nus sans enrobage en béton
et apparents.. Ils sont composés de profilés laminés de la série HD.
Le recours à cette construction a permis un prompt déroulement de
chantier, une grande flexibilité dans l’utilisation des espaces ainsi
qu’une expression architecturale sincère qui est fortement rythmée
par la structure visible des poteaux en acier.
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- Kiosk
Architekt
Polaris Architects
Im Rahmen einer erweiterten Ausstattung des Zentralparks auf
Kirchberg, der von Peter Latz, Landschaftsarchitekt, konzipiert
wurde, hat der Fonds d'Urbanisation et d'Aménagement du Plateau
de Kirchberg, öffentlicher Verwalter des Plateau de Kirchberg, die
Initiative ergriffen eine Imbissverkaufsstelle zu schaffen.
Der Zentralpark wird von unterschiedlichen Nutzern besucht,
darunter u.a. Gymnasiasten, Angestellte der internationalen Banken
und europäischen Institutionen, Forscher, Bewohner der umliegenden
Wohnbezirke, Mütter mit Kindern, Jogger, Besucher des
Schwimmbads und der Sporthallen, Arbeiter der umliegenden
Baustellen, Pétanque-Spieler. Alle diese Nutzer haben bis dato nicht
die Möglichkeit gehabt im Aussenraum sich um Getränke oder kleinere
Essmahlzeiten herum zu treffen.
Der Kiosk ist am Rande des Parks errichtet worden, damit er sowohl
vom Park aus erschließbar, als auch von der Hauptverkehrsader des
Plateau de Kirchberg, dem Boulevard J. F. Kennedy sichtbar ist. Die
Kioskfunktion wurde durch den Aufbau der zugänglichen Terrasse
oberhalb der Verkaufsfläche mit Hilfe eines traditionellen Programms
um die Imbissfunktion erweitert. Die Terrasse bietet einen weiten
Überblick über das gesamte Gelände, kann aber auch als Podest für
öffentliche oder private Auftritte benutzt werden. Der Imbissladen im
Erdgeschoss ist reine Verkaufs- und Lagerungsfläche. Platz nehmen
die Gäste vor dem Kiosk auf der angelegten Terrasse. Der Laden ist
eine prefabrizierte Konstruktion, die unter die Betonmasse gegleitet
wurde. Die Gebäudehülle besteht aus rohem Sichtbeton. Bloß die
Unterdecke der oberen Terrasse ist mit gewöhnlichen, gestrichenen
Dachschalungsbrettern ausgekleidet.
Auf das gewöhnliche Beton wurde eine grafisch abstrakte
Darstellung abgebildet um der strikten Geometrie zu widersprechen
und die optische Komplexität zu bereichern. Das Gebäude
will sich robust und aktiv zum Ausdruck bringen und eine gewisse
Streetculture enthüllen. Der bloße Anstrich spricht für ein unkompliziertes,
nicht leicht verletzbares Parkobjekt - verspielt und ruhig
zugleich. Im Gegensatz zu den meist verschlossenen und bewachten
Erdgeschossflächen auf dem Plateau, gibt der Kiosk ein Zeichen
für Offenheit, soziale und kulturelle Mischung und für außenklimatische
Bedingungen.
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- Wohnungsbau Parc Avenue
Quartier Grünewald, Luxemburg
Architekt
Hermann & Valentiny et Associés
Text
G.G. Kirchner
Fotos
G.G. Kirchner
Eine Wohnanlage im Quartier Grünewald der Luxemburg-
Stadt. Ein typisches Stadterweiterungsgebiet, an dem ganz
unterschiedliche Architekturbüros beteiligt sind. Und doch
nicht vergleichbar mit den Stadtrandlagen einer Großstadt
wie Wien. Auf dem Kirchberg geht es internationaler
(Verwaltungsbauten, große Kulturbauten) zu, auch dem
Wohnen wird ein anderer Stellenwert zuerkannt. Hier ist
nicht sozialer Wohnbau das Thema, sondern Wohnraum für
eine besser gestellte Klientel, also ziemlich hochwertiges
Eigentum. Diesem Anspruch genügt auch der Block von
HVP, ein sinnlicher Wohnbau mit den charakteristischen
Eigenschaften eines städtischen Wohnens.
Erreicht wird diese selbst geforderte Sinnlichkeit, in dem die
außenliegende offene Erschließungen der Geschosse und die
großzügigen Loggien die klare Trennung zwischen Außen
und Innen verwischen. Der in Form und Material einfach
gehaltene Wohnblock ist 39 Meter lang und 18 Meter breit
und besitzt fünf Geschosse ohne störende Dachaufbauten.
Die bewegliche rostbraune Aluminium-Lamellenstruktur,
die individuell genutzt werden –um zu beschatten ums
sich abzuschotten, setzen einen ruhigen und vornehmen
Akzent im Gemisch der Bebauung, großzügig dimensionierte
Glasflächen bieten einen attraktiven Ausblick, auch
aus der Tiefe der Wohnungen. Es gibt den – hypothetischen
– Sonderfall, dass alle Schiebeläden geschlossen sind.
Dann würde sich das Haus in eine monolithische, von der
Außenwelt abgeschottete Skulptur verwandeln. Dieser Fall
wird nie eintreten, das Haus lebt.
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- Gläserne Umarmung
Europäischen Investitionsbank, Luxemburg
Architekt
ingenhoven architects, Düsseldorf
Fotos
Hans Georg Esch, Hennef-Stadt Blankenburg
V-förmig arrangiert sich der Neubau der Europäischen Investitionsbank unter seiner gläsernen Hülle. Deren Form folgt der
Landschaft des Luxemburger Kirchbergplateaus und umarmt den gesamten Gebäudekomplex von ingenhoven architects. Im Inneren
verbinden Atrien und Wintergärten die Gebäudeteile, sie bilden ein Pendant zum bestehenden Gebäude von 1980, das sich mit
Terrassen in die Landschaft streckt. Die Landschaftsterrassen unter Glas im 2008 fertig gestellten Neubau bieten Raum für öffentliche
Nutzungen, Restaurants und Konferenzbereiche.
Über zehn Geschosse und fast 70.000 Quadratmeter erlauben die Strukturen eine flexible Büronutzung. An den Schnittstellen der
V-Formen laden gemeinsam genutzte Bereiche zur Begegnung und Kommunikation ein. Die verglaste Hülle öffnet den Blick in
Hallen, Atrien und Wintergärten, deren Wirkung als Klimapuffer zum durchdachten ökologischen Gebäudekonzept gehören. Die gläserne
Koppelung zwischen Innen und Außen schafft eine natürliche Lüftung und verringert den Energiebedarf. Die CO2-Emissionen
konnten um mehr als 25% reduziert werden.
Die mehrfach ausgezeichnete Architektur bietet neben ihrer Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ein außergewöhnliches Ambiente
für die Nutzer. Der Wechsel aus konzentriertem Rückzug und kommunikativer Begegnung findet in direktem Bezug zur grünen
Natur statt. In dieser Umgebung sind gleichwertige Arbeitsplätze ebenso möglich wie die Veränderbarkeit der Organisation.